640 Adventure vs 690 Enduro

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Servus Zusammen,
ich habe mich entschlossen mein Einsatzgebiet zu erweitern und zwar in Richtung leichtes Gelände und längere Touren. Dazu suche ich jetzt den passenden Untersatz. Ich will beim 1 Zylinder Motor bleiben und so kamen die 640 Adventure und die 690 Enduro in die engere Wahl. Hatte auch die 950/990 Adventure in Erwägung gezogen.

Ich fahre aktuell eine 660 SMC und weiß, dass es mit der Ersatzteilbeschaffung immer schwieriger wird. Das gilt ja dann auch für die 640 Adventure. Von der Power und dem Handling wird sie der 690 auch unterlegen sein. Rein vom aussehen her, finde ich, macht die 640 Adventure schon was her.

Was meint ihr? Macht es Sinn sich noch eine alte Schönheit zuzulegen oder ist es besser auf die 690 zu gehen? Bei meiner 660iger ist schon auch ständig was zu tun.
 

Yachti

spinnerter Bastler :-)
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Da stellt sich die Frage, was du vergleichen willst. Ich meine, welche Baujahre.

690er haben viele Krankheiten, die man beheben muss, wenn man Touren fahren möchte. Je nach Baujahr. Außer dem Getriebe, das ist bei allen Scheiße.
640er haben - meiner Ansicht nach - eher weniger Krankheiten. Je nach Baujahr gibts da auch Details.

Was sind bei dir "längere Touren"?

Ich frag deswegen, weil ich beide Motorräder habe und mit beiden Touren wie Tirol Griechenland und zurück - quer übern Balkan - gefahren bin.
Immer mit Beifahrerin.
 
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Sorry, ja die Baujahre machen den Unterschied. Bei der 640ger denke ich an BJ 04 bis 07. Bei der 690ger an ab 2010/11 oder später. Preis spielt aber auch eine Rolle und da sind obwohl beide nicht grad billig, die 690ger mir fast schon zu teuer.

Mit "längeren Touren" meine ich leider keine Weltreisen sondern eher mal 1 bis 3 Wochen unterwegs sein. Auch mal mit Beifahrerin vielleicht (da eher aber Tagestouren).

Würde sofort auf die 640ger gehen, aber habe keine Lust ohne Ersatzteile dazustehen. Merke bei der 660ger schon, dass es das Eine und Andere schon nicht mehr zu bestellen gibt.
 

Yachti

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Bei der 660/640er Fraktion gibts einen Haufen Teile nicht mehr neu. Allerdings gibts weltweit viele Leute, die Motorräder "schlachten". Am meisten von denen in Facebook - momentan ein schlechtes Beispiel :)
Wenn ich eine @v kaufen müsste, würde ich auf alle Fälle ein Baujahr wählen, bei der 2 Ölspritzdüsen verbaut sind (ab 2005?). Mein Motor (2003) wurde - allerdings bei Kilometerstand +60.000 zerlegt und da war das obere Pleuelauge angelaufen.
Finde ich sehr bedenklich.
Vom Sitzkomfort ist eine @v unschlagbar. Mit Beifahrer(in) nochmal!!

Zu den 690ern:
Hecktank für Touren zu klein - Erweiterung aufwändig - Fronttanks oder so
Kipphebel bis SF17 (Bj 2017) SEHR gefährlich!! Die zerfallen, die Kippehebelrolle wandert raus. Hat KTM nie interessiert.
Alle Baujahre: Leergänge im Getriebe überall. Ganz besonders zwischen 5. und 6. Gang. Hat KTM nie interessiert - kann man aber (ein wenig) verbessern.
Benzinpumpen - sind im Tank installiert - sterben gerne *seit Jahren* weg.
Benzinfilter ist auch im Tank installiert - lustige Sache.
Tankbefestigung ist sehr bedenklich, muss man tauschen, sonst bringt man den Tank irgendwann nicht mehr runter.

So geht das weiter. Alles ist mir aufgrund der Tageszeit gar nicht mehr eingefallen.
 
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Schwierig zu vergleichen.

Grundsätzlich würde mir persönlich die 690 Enduro schon besser gefallen, alleine wegen der Ersatzteilsituation.
Dagegen spricht der für mich der relativ hohe Preis bei den gebrauchten und das man für Reisen doch noch etwas investieren muss. Tank und Verkleidung gehen richtig ins Geld.
Eine 640@ bekommt man teilweise in echt guten Zustand für um die 3000, diesen Betrag muss man ja schon fast in Zukaufteile bei der 690 stecken.
 
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@Yachti Danke für die Insights. Ist ne große Hilfe. Die nächsten Wochen bin ich auf jeden Fall mal beschäfigt! Hab mir die 950 grand nochmal angesehen und die haben den Vorteil, dass man auch mal längere langweilige Zufahrten z.B. auf Schnellstraßen/Autobahnen (versuche ich zu vermeiden, aber nicht immer möglich) machen kann. Bei den LC4, zumindest mit der 660iger ist das eigentlich fast unmöglich. Weiß, nicht wie es mit der @v ist.
 
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Bei einer 640er solltest du aber genug finaziellen SpielrUm in der Hinterhand haben.
Fahrwerk, Motor....

Wie ich schonmal geschrieben habe, eine LC4 muss man sich leisten wollen/können

Gruss

Norbert
Ja, ist ja bei der 660 SMC auch nicht anders...deswegen veruche ich soviel wie möglich selber zu machen. Ist halt ohne Werkstatt manchmal etwas schwierig.

Hab mir auch japanische Reiseenduros angesehen, aber mein Herz schlägt halt Orange...
 
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@Hermii Gebe dir Recht. Ist schwierig zu vergleichen. Deswegen den Thread aufgemacht um eure Meinung zu hören. 3000 für ne 640@ wäre schön. Die ab BJ 04 fangen erst bei 4000 an. Eben eine BJ 03 für 3800 gesehen...die BJ 05 und später liegen schon bei 5000.

Die Zubauten für die 690 müsste ich über die Zeit machen. Budget ist leider auch Thema und da wird es mit den 690 schön teuer.
 
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Wenn ich eine @v kaufen müsste, würde ich auf alle Fälle ein Baujahr wählen, bei der 2 Ölspritzdüsen verbaut sind (ab 2005?). Mein Motor (2003) wurde - allerdings bei Kilometerstand +60.000 zerlegt und da war das obere Pleuelauge angelaufen.
Finde ich sehr bedenklich.
Vom Sitzkomfort ist eine @v unschlagbar. Mit Beifahrer(in) nochmal!!
Das stimmt so nicht. Kannst bedenkenlos eine ölspritzdüse fahren. Alle meine motoren ob 1 oder 2 düsen haben diese anlaufbild des bronze lagers.

Wie kommts? Das pleuelauge oben MUSS 1-2 zehntel spiel haben um öl durch die wechsellast am kolben (verbrennung, gaswechsel) öl zu der buchse zu fördern, bzw zu saugen. Die ölbohrungen am pleuel sitzen oben. Das öl muss aber an der bolzenunterseite ankommen
Das ganze wird mit spielpassung gefertig. Das korrekte spiel stellt sich dann von selbst ein indem der kolbenbolzen sich in die bronzebuchse einläuft

Die zweite ölspritzdüse dient nur der kühlung des kolbens.
Sehe eher den umstand kritisch, dass bei heißem motor und niedrigen Drehzahlen der öldruck im ganzen system zu niedrig wird mit 2 düsen. Ist aber nur meine subjektive meinung

Auf der kartbahn macht die 2 düse durchaus sinn. Im Straßenbetrieb bzw beim reisen kannst sie getrost weglassen
 
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Interessanter Thread.
Ab und an geistert in meinem Kopf auch die Idee rum, das ich meine 640@ gegen eine 690/701 tauschen will.
Meine 640er läuft ja nicht ganz tiptop, hier muss also noch ein wenig repariert werden (siehe Bädas Rumbling Rabbit ). Motor/Elektrik werden hier noch ein paar (größere) Ausgaben erfordern.
Andererseits ist da auch recht viel schon erneuert worden (Bremsen/Kettensatz/Gabelservice) und eigentlich mag ich die Kiste ja sogar recht gern fahren. Auf der HAT hat sie mir viel Freude bereitet und ich mag einfach dieses Design.
Trotzdem find ich so eine 690/701 mit Rallyumbau schon sehr sexy!
Deshalb stellt sich mir hin und wieder eben die Frage, ob ich die 640er nicht weggebe und das Geld lieber gleich in eine neuere Mopete packe.
Danke für die Argumente hier :)
 
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690 Enduro RR 2008 / 640 Adventure 2000 / 690 Enduro 2010 / KTM 690 Duke 2014
Ich hab beides in der Garage stehen.
eine 640@R von 2000 und eine 690 mit Rally-Kit von 2008.

Ende 2017 hab ich meine 640 für 1900,- Euro mit knapp 50k km gekauft.
Habe jetzt über 20k km draufgefahren und nichts machen müssen.
War mit der unter anderem am schwarzen Meer (knapp 8000km) und einmal durch Spanien (5000 km).
Alles ohne Probleme.

2018 bin ich dann auf die 690 mit Rally-Kit gestoßen.
Hat über das Vierfache der 640 gekostet mit knapp 20k km.
Da habe ich in Reparaturen außerhalb des Service schon etwas mehr reingesteckt.
Sind mittlerweile aber auch schon über 20k km drauf (Nordkap, Frankreich und Balkanien)

Ich fahre beide tierisch gerne. Mittlerweile die 640 wenns etwas derber ins Gelände geht und die 690 meistens wenn meine Frau hinterherfährt ohne Gelände.
Werde trotzdem keine von beiden hergeben.

100.JPGFoto 08.09.19, 15 58 11.jpg
 
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Meine 640er läuft ja nicht ganz tiptop, hier muss also noch ein wenig repariert werden (siehe Bädas Rumbling Rabbit ). Motor/Elektrik werden hier noch ein paar (größere) Ausgaben erfordern.
Bin durch den Thread gegangen, das war ja ein ziemliches Abenteuer....kenne das von meiner 660 SMC. Nachdem ich sie mit einem Freund wieder aufgebaut habe möchte ich sie jetzt ungern abgeben. Die läuft an und für sich super. Ist zwar immer wieder was zu machen, aber immer was neues.
 
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Ich fahre beide tierisch gerne. Mittlerweile die 640 wenns etwas derber ins Gelände geht und die 690 meistens wenn meine Frau hinterherfährt ohne Gelände.
Werde trotzdem keine von beiden hergeben.
Danke für deine Erfahrungswerte. Man weiß halt wirklich bei einem Gebrauchtkauf nie genau was man da bekommt. Kann ewig halten oder man kann gleich damit zum Basteln anfangen.

Sind sich die 640 und 690 im Gelände ähnlich? Wie ist es mit längeren Zufahrtsschrecken z.B. auf Autobahnen oder größeren Landstraßen? Kann man das mit der 640 auch gut machen? Ich frage, da mit es mit meiner 660 SMC schon ziemlich mühsam ist.
 

Yachti

spinnerter Bastler :-)
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Naja, was mühsam ist, entscheidest du selbst.
Mit der 640er fahre ich auf der AB, wenns wirklich sein muss, max. 120 km/h - das macht ihr auch sicher nix. Manchmal wird beschleunigt, manchmal auch langsamer - hier geht eh nix weiter auf der AB. Durchgehend 100er Beschränkung.
Mit der 690er genauso. Somit reduziert sich hier der Unterschied auf die Sitzbank - da ist die 640er Komfort Bank weit vorne.
 
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890 Duke 21, EXC 450 Six Days Slowakia, 690 Enduro R Quest 2016
Autobahnen mag die 690er auch nicht, Landstraßen sind natürlich kein Problem.
Eine 950er ist für Straßentouren ideal, will man doch mehr ins Gelände kommt man um die 640/690 nicht herum.

Habe gerad eine 690er erworben und mit einem Quest kit erweitert, ist schon ein Top Motorrad.
 

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