KTM LC4 640 BJ. 2000, Wiederaufbau!? Kein Zündfunken, Fehlerquellen ausmerzen.. Komme alleine nicht weiter!

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Guten Tag alle zusammen,

vorab möchte ich direkt sagen, ich habe die Suchfunktion benutzt um mir Hilfestellung zu holen. Das hat mir auch um einiges geholfen, allerdings gibt es doch noch etwas, wo ich momentan etwas festhänge. Aber vorab schildere ich mal die Situation.

Wie schon in meiner kleinen Vorstellungsrunde erwähnt, habe ich mir nach mehreren Jahren Motorradabstinenz wieder ein Bike zugelegt. Das war ein Tausch gegen eine alte 98er R1. Ich dachte mir aber erstmal das der Tausch alleine vom Wert her rentabel ist, denn eine 640er im guten Zustand hat immer etwas mehr Wert als eine 98-99er R1, sofern sie in etwa in der selben Verfassung sind. Also nahm ich mich der Sache an, wusste allerdings zu dem Zeitpunkt nicht, in welcher schlechter Verfassung sich die Kati tatsächlich befindet. Ehrlich gesagt, war ich auch so euphorisch wieder 1 Zylinder zu fahren, dass ich Sie wohl trotz des schlechten Zustands, der mir da noch nicht bewusst war, genommen hätte.

Zur Probefahrt etc war alles i.O. Sprang sofort an, lief rund. Motor war trocken und machte technisch erstmal keinen schlechten Eindruck. Einzig die Kupplung war nicht mehr so sahning, schliff etwas und war recht ruppig. Aber das war erstmal nicht so schlimm, da das ja nun nicht weltbewegend teuer ist. Die Maschine war nun also meine. Nach wenigen Tagen meldete ich die Maschine auf meinen Namen an und ich fuhr zur Arbeit. Eine Strecke sind 63km. Hinfahrt war alles super, einmal brach kurz die Leistung für 2 Sekunden ein. Da hab ich mir erstmal nichts bei gedacht. Vielleicht sei zu erwähnen das ein Dellorto PHM 40 SD verbaut ist, der ja bekannt dafür sein soll mal etwas zickig zu sein. Ausserdem ein High-Flow Kopf, sowie der Krümmer der 660 und ein größerer Luftfilter-Pilz von BMC Airfilters. Ausserdem auch eine Magura Kupplung. Wie dem auch sei. Nachdem ich dann Feierabend hatte, startete ich die Maschine, ließ Sie kurz warm laufen und wollte los. Nach 50 Metern ging sie einfach aus. Wieder gestartet, kurz gewartet, dann etwas entspannter angefahren und nach weiteren 100 Metern ging Sie wieder aus.. Da wurde ich dann stutzig. Ich bekam Sie dann zum laufen und bekam Sie auch die 63km wieder nach Hause, allerdings ging Sie mir weitere 3x aus auf dem Weg nach Hause. Ganz urplötzlich. Als sie fast ausgerollt war, ließ ich kurz vorm Anhalten die Kupplung wieder kommen im 2ten Gang und die Maschine lief wieder. Am nächsten Tag stellte ich den Vergaser neu ein, nach eine Tabelle, die ich von KTM Sommer gefunden hatte. Die Maschine lief wieder besser und ich fuhr noch 2 mal meine Hausstrecke von etwa 20 km. Irgendwann war es dann soweit das ich nochmal wieder loswollte, ich bekam die Maschine nicht mehr gut an, Sie lief unrund und nahm kaum Gas an. Auch nachdem sie warmgelaufen war, war die Gasannahme schlecht bzw ich würgte Sie fix ab, obwohl ich nichts mehr verstellt hatte bis hin zu dem Zeitpunkt als ich Sie gar nicht mehr anbekommen habe. Da konnte ich mich auf den Kopf stellen. Da die Saison eh fast zu Ende war, entschloss ich mich dazu, den Vergaser auszubauen und zu reinigen und ggf. Düsen etc zu ernuern. Und da ich eh noch einiges vorhatte, was die Optik anging, entschloss ich mich dazu, die Maschine zu zerlegen um alles wieder bisschen frisch zu machen und den Heckrahmen auch so umzubauen, wie ich ihn gerne hätte, um am Ende wieder alles schön sauber zusammenzubauen. Als ich dann das ganze Dekor, Sitzbank etc abbaute, kam einiges zum Vorschein. Der Schlauch zwischen Vergaser und LuFi-Kasten hatte einen Riss von ca 4cm, ich dachte ging davon aus das das die Hauptfehlerquelle des schlechten Motorlaufs war. Ich bestellte schonmal einen neuen Gummischlauch. Die Kabel die an den Thermoschalter im Kühler gingen, waren komplette verschmorrt und ineinander verschmolzen. Allgemein waren viele Kabel angeschmorrt, vielleicht weil sie falsch gelegt waren!? Zu nah am Motorblock? Ich weiß es nicht. Ich machte mir also eine Liste, die ich nach und nach abarbeiten wollte bzw will.

Diese sah/sieht wie folgt aus:
- Ölwechsel + Filter ✓
- neue Kupplung ✓
- neue Zündkerze ✓
- neuer Vergaserschlauch LuFi-Kasten/Vergaser ✓
- Vergaser reinigen, revidieren ✓
- Heckrahmen umbauen

Als ich also den tatsächlichen Stand der Dinge vor mir hatte, war mir klar, dass hier mehr Arbeit hinter steckt. :Muell: Ich würde niemals diese Maschine wieder mit dem ganzen Kabelsalat zusammenbauen wollen. Wenn denn wollte ich es alles vernünftig wieder zusammenbauen, also beschloss ich Kabel zu erneuern, dann in einen vernünftigen Flexschlauch zu packen um ihn dann auch vernünftig zu verlegen. Zur Hilfe nahm ich mir den Originalen Elektro-Schaltplan der LC4 und ein Multimeter. Ich habe also die Kabel ersetzt, mit Lötverbindern wieder verbunden. Vertauscht habe ich nichts, denn ich habe die Kabel mit dem Multimeter auf Durchgang geprüft um vor allem auch die Massekabel nicht zu vertauschen, von denen ja ein paar mehr verlegt sind. Dann habe ich die Kabel erstmal provisorisch verlegt, denn ich wollte erstmal schauen, ob die Maschine wieder vernünftig läuft, nachdem ich all die anderen Sachen erneuert habe. Danach kann ich ja immernoch die Kabel akkurat verlegen. Nach dem Erneuern der Kabel habe ich den Vergaser mit neuen Düsen und Dichtungen bestückt (auf die Teile von Dellorto musste ich 13 Wochen warten! :rolleyes::D). Dann wechselte ich noch die Zündkerze und machte die Kupplung auch noch neu. Dann habe ich den Vergaser eingebaut, nochmal auf Grundstellung eingestellt, neuen Sprit gefüllt. Ich schloss die Batterie an und wollte testen. Der Vergaser orgelte los aber es tat sich nichts weiter. Das versuchte ich ein paar mal öfter. Es tat sich nichts. Batterie war zwischenzeitlich schon leer (ist nicht mehr die beste, aber zum Starten sollte es allemal reichen). Und dann kam ich zu dem Punkt an dem ich jetzt stehe, ich baute die Zündkerze aus um zu schauen ob denn überhaupt ein Zündfunke da ist. Negativ. Ich habe das Zündkabel noch ein Stück zurückgeschnitten und neu in den Zündkerzenstecke geschraubt, allerdings brachte das nichts. Dann habe ich direkt das Kabel ohne den Zündkerzenstecker an Masse gehalten, leider ohne Erfolg. Also verhindert irgendwas, dass ich den Zündfunken bekomme.

Ich möchte also jede Fehlerquelle ausmerzen jetzt, damit ich wieder weiterkomme. Bisher habe ich den Killschalter geprüft. Da ich die Armaturen (Killschalter, Licht etc.) sowieso neu machen möchte, zerlegte ich den Schalter und habe geprüft ob der Killschalter irgendwie Masse schließt, aber das scheint okay zu sein.

Was kann es jetzt noch sein ? Verbessert mich bitte wenn mir was fehlt?! Elektrotechnisch bin ich defitniv nicht all zu gut aufgestellt, also bitte lacht mich nicht aus wenn sich was bei mir nicht ganz schlüssig anhört oder unlogisch klingt, ich freue mich über jede Hilfestellung, Ratschläge oder vernünftige Kritik.

1. Ich möchte jetzt noch den Kupplungsschalter prüfen. Wie mache ich das ? Wo sitzt der Schalter für die Kupplungsbetätigung? (Wie gesagt, es ist eine Magura Kupplung verbaut) Ich habe kein Plan wo ich da ansetzen muss.

2. Neutralschalter prüfen. Aber selbst wenn der Neutralschalter kaputt sein sollte, dann sollte die Maschine doch anspringen bzw. einen Zündfunken geben, wenn ich die Kupplung ziehe oder sehe ich das falsch? Wie kann ich den Neutralschalter prüfen ausser über die Diode, dass kein Gang drinne ist? Kann ich den brücken?

3. Fehlerquelle, Kontaktschalter des Seitenständers? Dazu gibt es was zu sagen: Ich übernahm die Maschine und irgendwann fiel mir auf das zwei Kabel in der Weltgeschichte rumhingen den denen am Ende noch die kleinen Kabelmuffen hingen. Das waren die beiden Kabel vom Seitenständer. Zu der Zeit lief die Maschine aber, von daher gehe ich davon aus das diese wohl vor den Muffen gebrückt wurden und die überflüssigen Kabel des Seitenständers jetzt einfach nicht vernünftig irgendwo festgemacht wurden (davon mal abgesehen hätte ich Sie dann lieber ganz entfernt bevor sie irgendwo sinnlos rumhängen). Um das aber sicher auszuschließen, dass es nicht nicht Kontakt des Seiteständers ist, der den Zündfunken verhindert, würde ich die Kabel dafür lieber prüfen, bzw prüfen ob die Kabel wirklich gebrückt sind, denn es kann ja auch sein das sich die gebrückte Verbindung wieder losgerüttelt, abgerissen etc ist. Jetzt ist nur die Frage, die ich mir selber nicht beantworten kann und wo ich auf Hilfe von euch hoffe. Wo laufen die Kabel vom Ständer direkt hin? Wo wird i.d.R. die Verbindung gebrückt? Wie weit laufen die Kabel ? Ich habe eine kleine Vermutung, dafür hänge ich noch Bilder an. Aber da ich mir nicht sicher bin, frage ich euch! Leider habe ich diese Kabel auch im Elektroschaltplan nicht gefunden?

4. Testen der Zündspule. Ich habe die Vermutung dass es tatsächlich an der Zündspule liegt, denn die Maschine lief ja wie ein Sack Nüsse bevor ich sie schlussendlich dann anfing auseinander zu bauen. Ich will aber nicht einfach eine neue Zündspule bestellen, da diese ja nicht gerade günstig sind. Ich würde meine verbaute Zündspule gerne erst einmal prüfen, nur weiß ich wirklich nicht wie ich das mache? Das habe ich noch nie gemacht und ich weiß nicht wo ich da ansetzen muss. Ich habe bisher nur Sachen auf Durchgang geprüft und auf Spannung. Aber mit Widerständen messen kenne ich mich nicht aus. Wenn das Ding dann wirklich hinüber ist, kann ich eine neue Zündspule bedenkenlos bestellen. Kann mir da einer Hilfestellung geben?

Gibt es noch mehr Sachen, die meinen Zündfunken verhindern können? Ich bin um jede Hilfe dankbar!! Ich habe die Hoffnung wirklich fast verloren! :rolleyes: Ich weiß das es Fragen über Fragen sind, aber ich denke in diesem Forum ist mir am meisten geholfen. Ich will die Maschine auch eigentlich nicht die ewigen Jagdgründe schicken, weil ich dafür schon zu viel Geld investiert habe, aber momentan verliere ich ganz langsam die Motivation.

Besten Gruß

Jan
 
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Hallo Jan!

Drei Sachen fallen mir sofort auf:
- Deine LC4 hat einen Highflow-Zylinderkopf, einen anderen Luftfilter und einen anderen Krümmer. Das bedeutet, daß die Dellorto-Grundeinstellung angepaßt werden muß. Sie funktioniert vieleicht gar nicht, vielleicht "nur" sehr schlecht. Für den ersten Kaltstart solltest Du mit der Leerlaufgemischschraube stark experimentieren.
- Die Zündbox hat einen "Enable-"Eingang, der üblicherweise von der logischen Verschaltung von Lenker-, Leerlauf-, Seitenständer- und Kupplungsschalter angesteuert wird. Das kannst Du temporär umgehen, indem Du auf diese Leitung eine Spannung von mindestens 8V (oder so) anlegst. Das soll sogar mit einer 9V-Blockbatterie testweise funktionieren.
- Wenn so viele Kabel vom Kabelbaum verschmort sein sollen, dann hat(te) Deine LC4 ein elektrisches Problem, denn normal ist das nicht. Die meisten Kabel sind so weit von heißen Stellen entfernt, daß sie nicht durch externe Einwirkung solche Spuren bekommen. Hat der Vorbesitzer dieses Mopped möglicherweise frustriert aufgegeben, oder kennst Du den wahren Grund des Verkaufs?

Gruß, Ralf
 

Yachti

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Kupplungsschalter ist am Lenker in der Kupplungsarmatur. Da gehen die Kabel weg. Ist so ein Microschalter.

Prinzipiell gibt es viele Gründe, warum eine LC4 keiner Funken hat
Seitenständer
Gang drin, Kupplung nicht gezogen
Zubehör Kupplungshebel, der den Höcker nicht hat, dann gehts immer nur im Leergang

Würd das wirklich alles brücken mit dem geschilderten "enable" Eingang
 
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Wenn Kokusan Zündung dann auch den Geber auf Durchgang - Widerstand gemäss Rep. Anleitung prüfen. Hatte ich auch schon. Gruss Michael
 
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Hallo Jan!

Drei Sachen fallen mir sofort auf:
- Deine LC4 hat einen Highflow-Zylinderkopf, einen anderen Luftfilter und einen anderen Krümmer. Das bedeutet, daß die Dellorto-Grundeinstellung angepaßt werden muß. Sie funktioniert vieleicht gar nicht, vielleicht "nur" sehr schlecht. Für den ersten Kaltstart solltest Du mit der Leerlaufgemischschraube stark experimentieren.
- Die Zündbox hat einen "Enable-"Eingang, der üblicherweise von der logischen Verschaltung von Lenker-, Leerlauf-, Seitenständer- und Kupplungsschalter angesteuert wird. Das kannst Du temporär umgehen, indem Du auf diese Leitung eine Spannung von mindestens 8V (oder so) anlegst. Das soll sogar mit einer 9V-Blockbatterie testweise funktionieren.
- Wenn so viele Kabel vom Kabelbaum verschmort sein sollen, dann hat(te) Deine LC4 ein elektrisches Problem, denn normal ist das nicht. Die meisten Kabel sind so weit von heißen Stellen entfernt, daß sie nicht durch externe Einwirkung solche Spuren bekommen. Hat der Vorbesitzer dieses Mopped möglicherweise frustriert aufgegeben, oder kennst Du den wahren Grund des Verkaufs?

Gruß, Ralf


Moin Ralf!

Also ich weiß das der Vorbesitzer die KTM verkaufte, weil er wieder auf Renner umgestiegen ist. Ich weiß aber mittlerweile das auch die R1 nicht lange bei ihm geblieben ist, ich vermute aufgrund von Nachwuchs. Die KTM lief ja zuerst ganz normal, von daher denke ich nicht das er sie mir mit bösen Hintergedanken verkauft hat. Aber der Teufel ist ein Eichhörnchen, man weiß ja nie!

Zu deiner Grundstellung bzgl. des Dellortos. Ich habe natürlich bisschen hin und hergestellt mit der Einstellung, aber dennoch, die Maschine sollte selbst bei nicht 100% exakter Einstellung wenigstens ein paar Laute von sich geben, selbst wenn die Einstellung eben nicht super genau gewesen wäre. Ich habe zusätzlich mit Startpilot in Vergaseransaugung und direkt im Zylinder gearbeitet. Da hätte die Maschine wenigstens dann kurzzeitig mal rumpeln sollen, ABER es kann natürlich auch nicht funktionieren solange der Funke eben nicht da ist ! :stop: Deshalb steht das erstmal im Vordergrund!

Aber die Sache mit dem Enable-Eingang ist super. Kannst du evtl ein Bild anhängen? Das wäre richtig toll!
 
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Wenn Kokusan Zündung dann auch den Geber auf Durchgang - Widerstand gemäss Rep. Anleitung prüfen. Hatte ich auch schon. Gruss Michael


Hi Masikano! Ja sie hat die Kokusan Zündung!! Hast du evtl die Reperatur-Anleitung zur Hand oder hast ggf. einen Link dazu? Oder magst du schildern wie du es gemacht hast ?

Grüße !
 
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Aber die Sache mit dem Enable-Eingang ist super. Kannst du evtl ein Bild anhängen? Das wäre richtig toll!
Foto habe ich nicht. Schau Dir die Kabel an, die aus der Zündbox rauskommen! Die lassen sich mit Hilfe des Stromlaufplans alle recht einfach zuordnen.

Für den Pegel am "Enable-"Eingang kannst Du auch die Spannung der Batterie nehmen. In Deinem Fall mit dem Verdacht auf Defekt würde ich allerdings eine Sicherung (oder adäquates wie z.B. eine Glühbirne) dazwischenhängen.

Dem Hinweis auf den Sensor in der Lichtmaschine würde ich als zweite Maßnahme nachgehen, wenn obiges keinen Erfolg brachte.

Gruß, Ralf
 
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Ja und ich schicke Dir morgen Infos wegen dem Geber. Gruss Michael
 

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Rein lt. Schaltplan kann das eigentlich nur orange sein.
Aber ich wars nicht, wenn dir die CDI um die Ohren fliegt ;-) Miss mal ob da 12V anliegen und ob sich was ändert, wenn du diverse Sicherheitsfeatures brückst.

640-2000.JPG
 

Yachti

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Und schreib doch bitte KTM 640 BJ. 2000 in dein Profil rein, dann kennt sich gleich jeder aus.
 
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Hallo trooschool89
der Geber ist auf der rechten Seite unter dem Lichtmaschinendeckel verbaut und kommt mit einem grünen und roten Kabel mit den anderen Kabeln der Lichtmaschinen heraus. Weiter oben am Kabelbaum einfach die beiden Steckverbindungen des roten und grünen Kabels abstecken und die Geberseite mit einem Multimeter auf Innenwiderstand prüfen. Sollte 100 +- 20 Ohm haben - bei mir war er 0 - d.h. unterbrochen - defekt.
Gruss Michael
 
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Etwas verspätet, aber dennoch unvergessen ! ;) Ich hab den Fehler gefunden und es war meine Schuld! Nachdem ich alles durchgemessen habe und für in Ordnung befunden habe, war ich kurz davor den ganzen Haufen zum Schrott zu fahren. Tatsächlich war ein Massekabel an der Batterie lose, sodass eben kein Starten möglich war.

Die Maschine lief also bereits, wenn auch nur kurz. Die Gasannahme war richtig brutal, also ist meine Theorie mit der neuen Bedüsung aufgegangen. Mal schauen wie sich der Dauerlauf macht! Durch den Umbau warte ich jetzt noch auf den geänderten Krümmer und dann kann ich voll angreifen ! Danke euch dennoch, auch wenn der Fehler bei mir lag !
 
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Moin! Nach langer Zeit melde ich mich mit einem erneutem Problem. Da ich ein Haus gekauft habe und nun rund 1,5 Jahre saniert habe, widme ich mich nun erst wieder mehr und mehr der KTM. Der Motor läuft rund bis dato. Die Zündspule hatte damals noch fehlerhafte Messergebnisse gegeben und dann habe ich sie auf Verdacht mal eingeschickt und mit besserem Equipment, als ich es habe, durchchecken lassen und sie war tatsächlich defekt. Neue bestellt, eingebaut und seitdem ist die Elektronik soweit okay und der Bock läuft. Ich habe dann auch nach angefertigten Krümmer wiederbekommen und alles zusammen gebaut. Jetzt wollte ich gerne ein paar Probefahrten machen, allerdings tat sich dann folgendens Problem auf.

Die Kupplung wurde ja neu gemacht von mir. Sowas mache ich meines Erachtens auch wirklich mit Bedacht und habe mir vorher alles fein säuberlich durchgelesen. Ich habe noch die Sportfedern eingebaut, statt der, die eingebaut waren.
Es ist eine Magura Hydraulik Kupplung, also Armatur und "Bowdenzug" verbaut. Die war auch vorher schon drauf.

Das Problem ist nun, dass die Kupplung nach dem Zusammenbau nicht richtig getrennt hat. Die Maschine wollte immer gleich losmaschieren und bäumte sich quasi auf, wenn ich die Vorderbremse gezogen habe. Auch konnte ich dementsprechend nicht auskuppeln in den Leerlauf, weil die Maschine dann logischerweise unter Last stand und die Kupplung eben nicht trennen wollte. Also habe ich unten am Kupplungsgehäuse die 8er Schraube von dem Anschluss für den Kupplungszug und die Kupplungs sozusagen leicht vorgespannt - also 8er Schraube gelöst,
- den Anschluss weiter richtung Ritzel gezogen,
- die 8er Schraube wieder festgezogen
- und dann diesen Anschluss ( Alu-Hebel, wie auch immer man das Teil nennen mag :ROFLMAO: ) Richtung Kupplungszug gedrückt und eingehängt

Die Theorie ging soweit auf und die Kupplung trennte nun und ich konnte entspannt auskuppeln und anfahren, schalten etc. Nun aber genau das gegenteilige Problem ... :rolleyes:
Wenn ich nun den Gang einkuppel (egal welchen) und dann mal aufs Gas drücke, merkt man genau das die Kupplung nicht mehr richtig kraftschlüssig ist und die Last überträgt. Der Motor tourt also hoch aber das Bike wird kaum schneller. Also rutscht die Kupplung nun durch und schließt nicht richtig. Ich stehe nun ein wenig auf dem Schlauch und bringe ein paar Fragen mit! Ich habe das Gefühl, das der Weg den der Kupplungszug zurücklegt, nicht ausreichend ist, sprich : Der Weg zwischen "Kupplung trennen" und "Kupplung ganz schließen (auf Druck)" ist zu kurz, denn sonst würde das eine gelöste Problem, doch nicht das andere mit sich bringen.

Meine Fragen:

1. Wie weit ist bei euch der Weg, den der Kupplungszug unten am Gehäuse an dem Anschluss (Alu-Hebel) zurücklegt in Zentimeter?
2. Kann es sein das der Hydraulik Kupplungszug kaputt ist, sodass der Weg, den die Kupplung zurücklegen soll, eben zu kurz ist? Also vom Bereich des "Kupplung trennen" und "Kupplung ganz schließen".
3. Gibt es noch eine andere Mögliche Fehlerquelle oder habt ihr sonst noch Ideen das Problem in den Griff zu bekommen?

Ich würde gerne den Kupplungszug austauschen um zu schauen ob es das Problem ist. Aber ich will nicht auf Verdacht irgendwas bestellen, da mein Portemonnaie aufgrund des Hauskaufs auch nicht mehr prall ist :D .

Vielen Dank im Vorwege für hoffentliche, rege Beteiligung.
 
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Mein Problem waren nur störrische Kupplungsbeläge, die am Morgen beim ersten Starten nicht trennen wollten.
Morgens Motor starten und im Leerlauf 6-10x die Kupplung ziehen hat das Problem dann gelöst.
Das ganze hat sich nun, nach 2.700 km von selbst gelöst. Alles geht perfekt.

@Trueschool89 du hast so eine hydraulische Überbrückung anstatt dem Bowdenzug und unten dann einen kurzen Bowdenzug? Nicht original sondern Zubehör?
Vorspannen darfst du eine Kupplungsbetätigung nie, die muss Spiel haben, sonst rutscht die Kupplung und brennt irgendwann ab.
Ist das Werkel schon mal gelaufen und spinnt, seitdem du die Innereien der Kupplung getauscht hast?

Notfalls kannst die alten Innereinen nochmal reinschrauben und schauen. Die Beläge sind in den seltensten Fällen verschlissen.
Meine waren nach 60.000 km noch gut. Hab die aus Lust an der Gaudi getauscht, hätt ich mir eigentlich sparen können.

Beim aufschrauben der Druckkappe hast du drauf geachtet, dass die in der richtigen Position drauf muss?

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Erstmal danke für die Antwort @Yachti. Ich stell die Tage mal Bilder von der Kupplung rein. Also von dem Kupplungszug und Anschluss unten. Ich hab Sie damals so gekauft. Und ich hab die Kupplung neu machen wollen, weil die da schon lief wie ein Sack Nüsse. Also um deine Frage zu beantworten: Nein die lief noch nicht sauber beim schalten bis dato.

Ich komm wohl nicht drum die Kupplung nochmal zu öffnen um zu schauen. Das ist ja auch leider schon so lange her das ich die Lamellen neu gemacht habe, dass ich mich grad aus dem Kopf gar nicht mehr an den Schritt mit der Druckkappe erinnern kann. Ich kann Dir die Frage also noch nicht beantworten. Aber ich werde Sie demnächst mal auf machen um zu schauen wies aussieht. Ich berichte dann!
 
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Moin @Yachti! Hab heute mal die Maschine auf die Seite gelegt und die Kupplung aufgemacht .. und dann hab ich leider eine unschöne Entdeckung gemacht!

Deine Kopie aus dem Reparatur Buch " Beim Montieren der Druckkappe ist darauf zu achten, das die Bohrung A in der Druckkappe, mit der Nase B am Mitnehmer deckt. Ich hab diese Nase ganz offensichtlich gar nicht, siehe Foto. Evtl baujahrabhängig? Ich hab auch leider keine andere Makierung gesehen. Das lässt mir aber keine Ruhe! Warum sollte man die Druckkappe bei mir wahllos montieren können?

Und dann habe ich zufällig noch ein Part gelesen bezüglich der Kupplungsausrückung! Das wäre dann evtl der nächste Schritt! Siehe ganz unten den Satz "Damit die Kupplung einwandfrei trennt, muss die Kupplungsausrückung richtig eingestellt werden." Macht ja irgendwie Sinn! Aber dann muss ich doch noch das ganze Öl wieder ablassen. Hab sie nun grad offen auf der Seite liegend geöffnet.
 

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Bei mir sehen die Mitnehmer immer so aus. Die Druckplatte lässt sich auch nur richtig kraftschlüssig in der angegebenen Postion montieren.
 
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