KTM LC4 Hinterradbremse blockiert immer wieder

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Hallo Leute,

hab seit einem halben Jahr eine KTM LC4 640 SM Bj. 2003 und bin sie seitdem ca. 5000 km gefahren ohne Probleme.

Vor ca. einer Woche ging nach einer kurzen Fahrt meine Hinterradbremse nach und nach zu bis nichts mehr ging, weder vorwärst noch rückwärts, obwohl ich sie auf der flachen Strecke kaum benutzt hatte. Bei näherer Betrachtung des Hinterrads fiel mir auf, dass die Bremsanlage und die Scheibe brennend heiß waren. Erst nach ca. 20 min hatten sie sich wieder abgekühlt und das Rad ließ sich wieder frei bewegen. Danach hat für kurze Zeit wieder alles funktioniert bis ich vor drei Tagen erneut liegen geblieben bin.
Habe heute morgen die Bremsflüssigkeit gewechselt, neue Bremsbeläge eingebaut, das Innenleben der Bremsanlage gecheckt und auf Rat von einer KTM-Fachwerkstatt das Spiel an der Fußbremse etwas vergrößert, da das ziemlich klein war. Nach einer kurzen Probefahrt kam die Ernüchterung, denn nach ca 10 km hatte ich wieder das gleiche Problem....

Hat jemand von euch schon mal ein ähnliches Problem gehabt bzw. kann mir sagen was bei meiner Hinterradbremse falsch läuft?

Vielen Dank im Vorraus!

Liebe Grüße ktmphil
 
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Wenn du die Bremsflüssigkeit gewechselt hast, war wohl das Spiel ausreichend.
Wenn du einen Schwimmsattel hast prüfe, ob der Freigängigkeit ist.
Schieb die Beläge mit einem Schraubendreher zw Scheibe und Belag zurück und teste ob der Sattel auch schwimmt
 
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Drück mal den Fussbremshebel nach oben. Eventuell ist die Feder zu lahm, oder es läuft der Fussbremshebel zu schwergänig.
 
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Hat jemand von euch schon mal ein ähnliches Problem gehabt bzw. kann mir sagen was bei meiner Hinterradbremse falsch läuft?
ferdi hat's schon kurz beschrieben, hier von mir etwas ausführlicher:

Du hast vermutlich die übliche Brembo-Zange. Die ist schwimmend gelagert. Damit die nach dem Bremsen aufgeht, müssen zwei Stellen "flutschen". Der Kolben muß leichtgängig sein und selbständig zurückgehen, wenn Du den Bremshebel losläßt. Und das andere ist die schwimmende Lagerung des Bremssattels: auch diese muß leichtgängig sein.

Rad raus, Bremszange aus der schwimmenden Halterung. Dabei schauen, wie leichtgängig das ging. Dann nachschauen, ob die beiden Gummis einwandfrei sind, also keine Risse haben, ob Dreck, Rost oder ähnliches Ungemach in der schwimmenden Lagerung ist, frisch fetten, zusammensetzen und die Leichtgängigkeit prüfen, bevor Du das Rad einbaust. Die Zange muß sehr leicht auf den beiden Achsen verschiebbar sein. Sehr leicht!

Frage zu den vorherigen Bremsbelägen: waren die unterschiedlich stark verschlissen?

Gruß, Ralf
 
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Hallo,

deine Beschreibung klingt für mich eher nach verlegter Schnüffelbohrung im Geberzylinder. Ich würde den Geberzylinder abbauen und den GeberBremskolben ausbauen, die Feder prüfen/reinigen und das Innere des Bremskolben reinigen und Bohrungen durchblasen. Belüftungsöffnung des Ausgleichsbehälters prüfen.
 
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Hallo,

deine Beschreibung klingt für mich eher nach verlegter Schnüffelbohrung im Geberzylinder. Ich würde den Geberzylinder abbauen und den GeberBremskolben ausbauen, die Feder prüfen/reinigen und das Innere des Bremskolben reinigen und Bohrungen durchblasen. Belüftungsöffnung des Ausgleichsbehälters prüfen.

Ja, das ist total naheliegend.
Wenn er aber die Flüssigkeit problemlos gewechselt hat....
 
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Du kannst auch noch den Sattel innen mit Bremsenreiniger sauber machen und die Kolben mit Kupferpaste leicht schmieren.
 

klx

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Oder eben Bremsflüssigkeit.... . Damit die Gummis einsaften. Sind bei den Brembos die Dichtgummis auch vorgeformt? Bei Suzuki war das mal so. Stecken die Gummis falsch rum drinnen, kommen die Kolben nicht sauber zurück.
Sonst System komplett öffnen und reinigen. Hatte nach Käufen auch schon uralten knusprigen kristallinen Schmodder im Bremssystem.
 
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Hallo Leute,

hab seit einem halben Jahr eine KTM LC4 640 SM Bj. 2003 und bin sie seitdem ca. 5000 km gefahren ohne Probleme.

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Habe heute morgen die Bremsflüssigkeit gewechselt, neue Bremsbeläge eingebaut, das Innenleben der Bremsanlage gecheckt und auf Rat von einer KTM-Fachwerkstatt das Spiel an der Fußbremse etwas vergrößert, da das ziemlich klein war. Nach einer kurzen Probefahrt kam die Ernüchterung, denn nach ca 10 km hatte ich wieder das gleiche Problem....

Hat jemand von euch schon mal ein ähnliches Problem gehabt bzw. kann mir sagen was bei meiner Hinterradbremse falsch läuft?

Vielen Dank im Vorraus!

Liebe Grüße ktmphil
Was meinst Du mit dem markierten Satz? Hast Du die Bremszange zerlegt? Die Maschine ist 16 Jahre alt, die Pflege der Bremsanlage wird oft vernachlässigt, d.h. es werden maximal Beläge und Bemsflüssigkeit getauscht. Die Dichtgummis härten (besonders durch die Wärme) im Laufe der Jahre aus und somit ist die Rückstellkraft nicht mehr vorhanden. Ist der Bremskolben leichtgängig? Zur Montage sollte man immer beispielsweise ATE-Paste benutzen, natürlich müssen Kolben und Zylinder einwandfrei sein. Diese Arbeiten sollte natürlich nur derjenige ausführen, der wirklich sicher in den Arbeiten ist.
 
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Was meinst Du mit dem markierten Satz? Hast Du die Bremszange zerlegt? Die Maschine ist 16 Jahre alt, die Pflege der Bremsanlage wird oft vernachlässigt, d.h. es werden maximal Beläge und Bemsflüssigkeit getauscht. Die Dichtgummis härten (besonders durch die Wärme) im Laufe der Jahre aus und somit ist die Rückstellkraft nicht mehr vorhanden. Ist der Bremskolben leichtgängig? Zur Montage sollte man immer beispielsweise ATE-Paste benutzen, natürlich müssen Kolben und Zylinder einwandfrei sein. Diese Arbeiten sollte natürlich nur derjenige ausführen, der wirklich sicher in den Arbeiten ist.
Habe jetzt herausgefunden, dass der Kolben der beim Bremsen auf die Beläge drückt bei starker Betätigung und ab einer bestimmten Hitze der Bremsanlage nicht von alleine wieder zurück geht.

Muss ich um den Bremskolben und dessen Gehäuse zu reinigen die ganze Bremsanlage zerlegen? Reinigt man die dann am besten Bremsreiniger?
Kann man die Dichtgummis einfach bei KTM bestellen?
 
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Habe jetzt herausgefunden, dass der Kolben der beim Bremsen auf die Beläge drückt bei starker Betätigung und ab einer bestimmten Hitze der Bremsanlage nicht von alleine wieder zurück geht.
Standardfehler #1 bei älteren Bremsen.

Muss ich um den Bremskolben und dessen Gehäuse zu reinigen die ganze Bremsanlage zerlegen? Reinigt man die dann am besten Bremsreiniger?
Kann man die Dichtgummis einfach bei KTM bestellen?
Offensichtlich hast Du Dich noch nie mit Bremszangen beschäftigt. Mach Dich etwas intensiver schlau, wie die Bremse funktioniert, und worauf man achten sollte.

Ansonsten: ja, bei KTM gibt's die Dichtringe für den Kolben. Es gibt auch den Haltestift für die Beläge, der ebenso ganz gerne verschleißt, und es gibt notfalls auch den Kolben einzeln, falls der z.B. wg. Beschädigung auf der Lauffläche nicht mehr verwendet werden sollte. Die Gummis für die schwimmende Lagerung der Zange gibt's genauso einzeln. ATE-Bremspaste (oder wie das wirklich heißt) gibt's möglicherweise als Klecks zum Mitnehmen bei Deinem Schrauber, Heißlagerfett und Kupferpaste hast Du vermutlich sowieso vorrätig.
 

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