Lagersitz retten

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Moin Freunde,
seht ihr eine Möglichkeit den Lagersitz zu retten ?
Wie man sehen kann, hat das Nadellager der Antriebswelle den Dienst quittiert und sich in molekulare Einzelteile zerlegt.

Mögliche Optionen sind in meinen Augen:
1. Lagersitz aufspindeln, Büchse einsetzen (Werkstoff ?)
2. Lagersitz aufschweißen und hoffen, dass sich der Sitz rekonstruieren lässt (zweite Gehäusehälfte läge als Muster bereit).

Ich lass mal ein Bild sprechen.A051AACD-F472-4A40-B82C-AC5C03A918B2.jpeg
 
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Oh wie hässlich

Ich wäre für aufspindeln...evtl dann ne stahlbuchse (aber da gibt's andere mit mehr Erfahrung). Schweißen und dann neu bohren...puh, halte ich für recht kompliziert.
 
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sehe ich wenig erfolgchancen ohne Fräsmaschine und ausrichtung zum getriebe einganglager, sowie Ausgangswelle
 
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CNC (DMU) wäre vorhanden und jemand, der sich tagtäglich intensiv mit dem Thema Aluminium beschäftigt auch.
Wie gesagt, auch eine zweite Gehäusehälfte zwecks „Muster“ um den Sitz wieder zu rekonstruieren, Maß zu nehmen etc. wäre vorhanden.
Wie man die Ausrichtung hinbekäme wüsste ich allerdings nicht.
 
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Wieso nicht mit temperaturbeständigem Kleber reinkleben?
 
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Ich meine auch, dass es mit einer CNC geht.

grösseres Feingewinde einschneiden (CNC)

Alu- Bolzen mit gleichem Feingewinde drehen

Bolzen mit Loctite 620 einkleben

gewünschten Lagerdurchmesser auf der CNC ausspindeln
 
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Kleben ist schei...
So wie das aussieht hast du doch alles.
Entweder du machst eine Aufnahmeplatte und suchst die Mitte vom guten Gehäuse oder ein Drehteil für das kaputte Gehäuse zum suchen der Mitte, wie ich es damals bei meinem Rotax 604 am Ausgang gemacht hatte.
Wenn die Büchse nur 1 bis 2 mm dick würde wäre Stahl mein Material für die einzupressende Buchse.
Beim Schweißen besteht die Gefahr des Verzug , beim Schweißen meines ollen LC4 Gehäuse hatte ich ordentlich Nacharbeit
 
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Stehe vor einer ähnlichen Aufgabe, siehe Neuer Patient: Überholung LC4 620 Motor
Ich tendiere dazu, eine Buchse einzusetzen, vermutlich Alu, wegen gleicher Temperaturausdehnungs-Koeffizienten.
Prozedere:
  • Rechte Gehäuse-Hälfte auf Frästisch aufspannen
  • Linke Gehäuse-Hälfte mit Passhülsen aufsetzen und verschrauben
  • X und Y anhand des intakten Lagersitzes (58533025000 Zyl.Rollenlager BC1-0076A) ausrichten
  • Linke Gehäuse-Hälfte entfernen
  • defekten Lagersitz ausspindeln
  • Alu-Hülse mit etwas Übermaß (wenige Hundertstel) einschrumpfen und mit Loctite 648 zusätzlich sichern
  • Alu-Hülse auf Endmaß aufspindeln
  • Nadelhülse einsetzen und beten dass es hält :)
 
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Du hast da nach dem aufspindeln etwa ein 30 mm Loch, was für ein Gewinde soll das denn werden?
In meinem Fall sogar ein Sackloch...
Mit Schrumpfen meine ich das selbe Verfahren, welches zur Kurbelwellenlager-Montage verwendet wird, also Gehäuse auf etwa 150°erwärmen, den Ring mit Raumtemperatur (oder ggf mit Kältespray runter gekühlt) einsetzen, thats it.
 
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mal quer gedacht.
wieso versucht man nicht gleich auf ejn grösseres lager umzubauen. ev. auch ein rollenlager. was gepresst/geschrumpft wird?
würdest dir das lagerschild einpressen sparen
das nadellager is sowieso müll....auch bei mir schon defekt gewesen. nur hat der lagersitz dabei keinen schaden genommen
 
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Ich wälz gleich mal den Lagerkatalog, hab aber grad keine Möglichkeit den Wellenstumpf der Antriebswelle zu messen, kann mir da vllt jemand einen Wert geben ?
 
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du darfst nur halt nicht breit und im durchmesser zu weit werden. der kupplungsgeber muss noch drauf passen
 
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du darfst nur halt nicht breit und im durchmesser zu weit werden. der kupplungsgeber muss noch drauf passen
Breite ist ja durch den im Originalzustand gegossenen Lageranschlag vorgegeben, da würde ich nicht (viel) drüber hinaus gehen wollen.
Muss mal schauen ob ich die Traglasten des Nadellagers irgendwo rausbekomme, wäre natürlich klasse wenn man ein Rollenlager impantieren könnte.
Zum Vermessen habe ich das Nadellager, was eigentlich rein gehört und ein heiles Gehäuse noch auf dem Schreibtisch liegen.
 
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Seit 01.06.2012 Lc 4 SM 2002 Prestige, Yamaha XS 650 Bj 1976, Suzuki GS 750 Bj 1978
Bei der 640 Bj.2001 ist das Nadellager der An- u. der Abtriebswelle das Nadellager:
NADELLAGER RNA4902XL/20x28x13
bezieht sich nicht die 20 auf den Wellendurchmesser?
Bei der 2006er 660 SMC ist das Nadellager der Abtriebswelle durch ein ZYL.ROLLENLAGER NJ204ECP/C3 ersetzt worden,vielleicht geht das ja auch bei der Antriebswelle zu machen.
Mfg. Rüdiger

Edit: Ne geht nicht.
Hier die Abmessung NJ204-ECP-C3-SKF - 20x47x14 mm
 
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Da kommt eigentlich nur ein 63804 in Frage, 20x32x10, das liegt aber um Welten unter der Tragzahl des RNA 4902, 3,12 gegenüber 11,2 kN dynamisch.
Da mir 32 sowieso zu groß vorkommt, wird es auf eine 30mm Buchse hinauslaufen.
 
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Da wäre die Wandstärke dann 1mm und da käme dann m.m. Nach nur Stahl in frage.
Damals war meine Stahl Buchse etwas Mehr in der Wandstärke und hatte außen höchstens 1/100 mm Aufmaß und innen Fertigmaß.
Die Büchse hatte ich noch zusätzlich eingeklebt .
Mit dem Gewinde wüßte ich jetzt nicht wie man da eine vernünfte Passung hinbekommt und wie das halten soll.
 
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Man könnte das auch Laserauftragsschweißen, dann dürfte Verzug kein Thema sein. Ist aber kein günstiges Vergnügen.
Ich würde auch nen Stahlring reinschrumpfen.
 
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So, habe mit dem Fachmann gesprochen.
Der tendiert auch in Richtung einer Hülse (70er Alu o.Ä.) und dann versuchen diese mit einem Gewinde in das Gehäuse einzukleben (Loctite Fügen Welle/Nabe z.B.)
Über Kleber und Gewinde sollte das System dann dicht zu bekommen sein.
Ausbüchsen mit einem Stahlring ist vielleicht nicht unbedingt das Mittel der Wahl, es sei denn es gibt da etwas schön legiertes, was annähernd einen Ausdehnungskoeffizienten wie die Legierung des Gehäuses hat.
Um ein entsprechendes Gegengewinde in den Block zu bekommen müssen wir dennoch schauen, ob nicht ein gewisser Auftrag am Sitz eingeschweißt werden muss, Sodas ein Gewinde eingeschnitten werden kann.
Gut ist jedenfalls, dass ich noch 1-2 Gehäuse mit gutem Sitz in petto habe, da sieht er keine Probleme die Bohrung wiederherzustellen.
 
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Bitte halte uns auf dem Laufenden, auf das Ergebnis bin ich gespannt.
 

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