LC4 640 SM 2004 - Späne beim Ölwechsel

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Guten Abend in die Runde,

habe heute bei meiner lieben das Öl abgelassen und bin nun ein bisschen besorgt :fie:
Vorweg, der letzte Ölwechsel wurde im August 2020 gemacht, leider ist der Kilometerstand nicht auf der Rechnung der Werkstatt angegeben.
Der Vorbesitzer hat sie seitdem nicht mehr viel bewegt, deswegen denke ich dass der letzte Ölwechsel 500-1000KM her ist. Zudem wurden dort
auch die Einlass Kipphebel, die Nockenwelle und das Nockenwellen Nadellager getauscht.

Wie auf dem Bild zu sehen, befanden sich einige Spähne an der Magnetschraube und im großen Ölfilter. Der Großteil war sehr fein und ließ sich
mit den Fingern verreiben. Allerdings gab es auch 2-3 größere feste Spähne (LxB ca. 6x1mm). Habe leider nicht geprüft, ob diese magnetisch waren.
Die Kati hat mittlerweile 30050KM runter, hat keine Leistungseinbußen und startet auch ganz normal. Im Stand gibt es ein leichtes Klappern aus dem Motor,
das ich bis dato für ein zu großes Ventilspiel gehalten habe, könnte dieses damit zusammenhängen?

Vielen Dank im Voraus!
 

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Also wenn das die Ausbeute von 500-1000km ist, dann ist es wohl übel. Wenn er die Nockenwelle gewechselt hat, so sind wohl auch die Ventile wieder eingestellt worden -> also kein zu grosses Ventilspiel. Klappern kommt von was anderem. Tönt es mit gezogener Kupplung gleich?
Vieleicht wurde auch gar kein Ölwechsel gemacht.... oder die 500-1000km stimmen nicht.

Gruss
Stefan
 
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Poah, besonders der Kollege auf Bild zwei bei etwa 38mm würde mich nervös machen.
Die Farbe des Öls ist auch ziemlich dunkel für 500-1000km, glaube da liegt was größeres im Argen oder es wurde kein Ölwechsel gemacht.
Kannst du beurteilen ob sich der Motor „normal“ anhört ?
Oder vielleicht ein Video davon machen und hier hochladen (YouTube) ?
Das hilft oftmals bei der Diagnose.
 

Yachti

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Wenns Motorex Öl ist, dann ist das nach 5 Minuten fahren schon so schwarz. Habe ich seit Jahren.
Der Abrieb ist allerdings nicht gut.
 

klx

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Viel metallischer Abrieb und Klappern? 30k km? Nimm einen Schraubendreher, geh mit der Spitze an den Motor, an die entsprechenden Stellen, Kurbelwelle, Nockenwelle, Kupplung etc. Das Ohr an das Ende des Griffstückes und versuch das Geräusch rauszustethoskopieren. :)
 
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Wenn er doch nicht genau weis wie lange das Öl drin ist, einfach nochmal das Öl nach 500 - 1000 wechseln. Dabei durch Kaffeefilter (1x4 :)) laufen lassen und dann sehen wie es aussieht.
Wenn die Nockenwellenlager gemacht wurden und durch die alten Lager Späne ins Öl gekommen sind, müssten ja dann im Filter nix oder weniger zu finden sein.
Und ihr wisst doch alle, die Karre klappert doch immer als sei irgend etwas kaputt.
Gruß Ossi
 
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Erstmal vielen Dank für die schnellen und zahlreichen Antworten!

Zum Thema letzter Ölwechsel: Kann mir schon vorstellen, dass die Werkstatt den Vorbesitzer beschissen hat und entweder das Öl gar nicht gewechselt oder irgendein anderes Öl (schlimmstenfalls Altöl) als auf der Rechnung genutzt hat. Die haben dem auch 150€ (!) für ne stinknormale Gelbatterie abgeknöpft :D

Sehe jetzt zwei Handlungsmöglichkeiten (Habe das neue Öl noch nicht eingefüllt):

1. Ölwechsel mit billigerem Öl machen und die Brühe in 500-1000KM ablassen und nochmal kontrollieren. Kann dann auch gerne mal ein Video vom Betriebsgeräusch hochladen. Weiß leider nicht ob sich das Geräusch mit gezogener Kupplung ändert.

oder

2. Vorher Kupplungsdeckel demontieren und schauen ob da irgendetwas zu sehen ist. LiMa Deckel hatte ich schon vor kurzem runter, da war nichts zu sehen an Spähen o.ä Anschließend wie in Punkt 1. weiter machen.

Was meint ihr?

MfG
 
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Ist der Abrieb Messingfarben, oder silber, welcher auf dem Tuch ist?
Wenn Messingfarben, kommt es in der Regel vom Pleuellager. Wenn der Motor ein lautes Laufgeräusch hat, welche lauter als der Auspuff ist, hört sich das nach Kurbelwellenlager an.
Der Kilometerstand würde je nach fahrweise auch zu den Schäden passen.
 

klx

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Der messingfarbene Abrieb kommt von den Scheiben links und rechts neben dem unteren Pleuellager. Aber ja, ist der Abrieb massiv messingfarben, rechne mit defektem unteren Pleuellager.

Silber glänzender Abrieb hat mir nie Sorgen bereitet. Solche Flocken an der Schraube schon. Bin dann halt trotzdem weitergefahren bis Exitus. Denn die 200 Euro für die Mehrteile bei der Revision die ich dann auch noch versaut habe hätte ich eh investiert. Man macht ja den Motor nicht frisch mit alten Lagern....

Bei einer LC4 kann jedes Geräusch alles heissen, oder aber die Kiste fährt noch 20000 km. Oder eben nur 20 km. :)

Mit dem Schraubendreher lauschen hilft aber um zumindest Ventile von Kurbelwelle und Kurbelwelle von Kupplung zu unterscheiden. Und wenn der Motor gesund ist, dann ist der Unterschied von 0,1 mm auf 0,2 mm Ventilspiel krass.
 
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Bin ganz bei @Ossi13 zumal
Zum Thema letzter Ölwechsel: Kann mir schon vorstellen, dass die Werkstatt den Vorbesitzer beschissen hat und entweder das Öl gar nicht gewechselt oder irgendein anderes Öl (schlimmstenfalls Altöl) als auf der Rechnung genutzt hat.

muss jetzt nicht böswillig sein, aber ausschliessen will ich nicht, dass je nach dem wieviel KTM-Erfahrung (oder nicht)die Werkstatt hat, n Ölwechsel bedeutet, Ölablassschraube auf/zu ,Ölfilterwechsel, Öl reinkippen, fertisch - deshalb besser selbst machen, als zum nächsten Suzuki-Händler

Und wen der Vorbesitzer da immer war, haste 30TKM an der Magnetschraube.
Normal sieht die bei normalen Intervall nicht aus, ist klar.

Also , so wie Ossi beschrieben, dass Ohr-Ding von KLX tut auch nicht weh und wir Du selbst gesagt hast , Kupplungsdeckel ab und mal Gehäuse und Innereien Sichtprüfung.

Hie mal nen Beispiel mit kleinem Problem , (Kupplungskorb hat sich gelöst und für paar Sekunden an der Kreuzung am Kupplungsdeckel "geklingel")

Vlt ist der Vorbesitzer noch ne Klingel-Ehrenrunde gefahren.

Das 2.te Bild ? Abplatzer vom Rahmen ? Unachtsam bei Filterwechsel ?

Also: Attention, but no panic
 
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Alles klar, dann werde ich berichten, wenn alles wieder soweit ist. Danke euch schon mal!

@Markus640 Der Schraubenkopf der Ablasschraube unter dem großen Ölfilter war extrem verhunzt. Entweder sind das Ablagerungen vom
Schraubenkopf oder das Öl aus dem Rahmen wurde einfach lange nicht gewechselt. Wahrscheinlich beides :wacko:
 
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Schraubenkopf der Ablasschraube unter dem großen Ölfilter war extrem verhunzt
Super... mit 30'000 km / 5'000km sind etwa 6 mal raus und rein... Wie verhunzt man das? Vielleicht wurde sie auch erst nach 29'000km und 15 Jahren das erste mal rausgewürgt.

Gibt da noch eine Lösung aus dem Zubehörmarkt Getriebesand
 

Yachti

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Naja, das ist die Inbusschraube, die kannst schon mal verhunzen.
Allerdings ist die bei meinem Ölwechselset immer mit dabei. Somit alle 5000 km neu.
Das zum Thema originale Ersatzteile ;-)
 
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