Motor-Fehlersuche LC4 SM 2005 komplett zerlegt / mehrere Fehler am Bike

Eys

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LC4 SM 2005
Hallo alle zusammen.
Habe mir vor 1.5 Jahren eine LC4 SM 2005 gebraucht gekauft. Der Verkäufer sagte er benutze nur den E_Starter. OT gesucht mit Kickstarter...mit DEKO über OT Punkt und dann den E-Starter. Hmmmm?
Gibt mir noch eine Ersatzbatterie mit, den originalen Auspuff, ein paar laminierte Schaltungsunterlagen. Fahre ein paar Wochen und bemerke zuerst wie ich Benzin verliere. Benzin läuft über den Ablaufschlauch aus. Erstmal den Ablaufschlauch verschlossen. Dann wurde das Zündverhalten schlechter, bis der E-Starter nicht mehr ging...also erstmal ankicken..nach ein paar mal antreten schlägt sie auf einmal zurück aber so heftig das er unbrauchbar ist. Also Batterie geladen und dann ging es wieder mit dem E-Starter. Für ein paar Wochen, dann das gleiche Spiel. Also die 2. Batterie geladen und lief ein paar Wochen dann das gleiche Spiel. Musste immer eine Batterie geladen haben um sie notfalls zu tauschen. Irgendwann wars mir zu bunt..hab ne neue gekauft und die Zündkerze gewechselt. Lief wieder gut. Ein paar wochen später geht die KTM aus und die Batterie war zerstört!!! Also noch eine Batterie gekauft. Hab einen Unterbrecher im + Kabel der Batterie eingebaut und sie komplett ausgeschaltet wenn sie stand. Keine Änderung nach ein paar wochen war sie so schwach das die Zündung nicht mehr ging. Achso sie ist seeehr schwergängig vom Startverhalten d.h. die Batterie muss voll sein ... also Power haben. Jetzt vielen mir auch die mitgegebenen Schaltpläne ein! Also hatte der Vorbesitzer auch die Probleme oder sie gar verursacht und es mir verschwiegen. Dann das nächste Problem ich verliere ÖL. Woher kommts... die Zylinder-Fußdichtung war undicht und zwar in dem Bereich wo sich die beiden Getriebe-Gehäusedeckel treffen. Es guckte sogar ein kl. Stück der Dichtung raus! Notlösung: von aussen Temperaturbeständige Dichtung rauf. Nächstes Problem sie war sehr laut. Endtopf überprüft und gesehen das er sich selbst was gebastelt hat um den Sound besser zu machen. Ich das zum Endtopf mit gelieferte Gitter dazwischen gesetzt und sie hatte einen leiseren Klang. Damit änderte sich das Verhalten des Motors und sie lief schlechter. Dann den Vergaser nach gestellt und sie lief wieder besser aber immer noch schlecht. Ich habe mir den Motor von aussen angesehen und festgestellt das der Zylinderkopf-Deckel mit Dichtmasse abgedichtet wurde. Nächstes und letztes Problem: Ich bekam Getriebegeräusche beim Starten bis zu dem Punkt wo es richtig laut wurde und sie kaum noch an ging. Da war klar ab.. jetzt stehen lassen und der Motor muss raus und zerlegt werden. Meine Vermutung ist das der Vorbesitzer gebastelt hat und beim Zusammenbau Fehler gemacht hat. Ich habe noch eine Honda XL-600 LM wo ich den Motor komplett zerlegt und überholt habe. Bin also nicht ganz unerfahren und habe auch das richtige Werkzeug. Also mir geht es jetzt darum die Fehler zu finden und die Ursache der Fehler zu beseitigen. Puh erstmal posten und dann gehts weiter.
 
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Zwecks Startverhalten mit E-Starter würde ich auf defekten Auto-Deko tippen.

Welchen Ablaufschlauch hast du verschlossen? (Evtl. ein Bild)
 
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ich würde auch meinen dass der spannungsregler defekt ist. dann kocht die batterie über
 
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Ja, Regler und autodeko! Wären die ersten Punkte die ich prüfen würde. Aber, hast du dir die Kiste beim kauf nicht angesehen? Da wäre das mit dem Öl und evtl dem Auspuff aufgefallen...oder war die ktm so ein Schnäppchen?
 
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Das mit der Dichtmasse am Kopf ist nicht weiter schlimm. Hat einfach zuviel genommen beim Zusammenbau.
Die Spähne am Magneten werden vom Kickerzahnrad sein.
Vergaser ist nicht Original, aber ein sehr guter Ersatz. Schau da mal in die Schwimmerkammer wegen dem Überlaufventil.
Laderegler wird wohl futsch sein.
Der Auspuff war wohl mit Vergaser abgestimmt. Jetzt verstopfst du den Auspuff, und er kriegt die Abgase nicht weg ;-)
 

Eys

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betr. : Steuerkette. Für mich sieht es so aus als hätte der Vorbesitzer beim Zusammenbau die Steuerkette um ein Zahn weiter falsch eingesetzt. Auf den ersten Bildern hab ich die beiden Zahnräder mit den beiden Makierungen zusammen. Das habe ich auf dem Ritzel der Nockenwelle mit 1 makiert. Danach habe ich das Nockenwellen-Ritzel so gestellt das es im rechten Winkel zur Dichtfläche steht. Daraus resultiert das die beiden Punkte auf den Zahnrädern im unteren Bereich des Motors nicht mehr zusammen sind.Das habe ich auf dem Nockenwellen Ritzel mit 2 makiert. Wenn dem so ist würde es eine Menge erklären...!?
 

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Den Anschluss am Vergaser wo das Benzin rausgelaufen ist habe ich im Bild makiert. Habe die Schraube angezogen ohne Ergebniss.Den Vergaser habe ich noch nicht zerlegt.
 
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Über welche Mengen sprechen wir da überhaupt beim Vergaser-Überlauf? Ein, zwei Tropfen? Die habe ich da auch manchmal da hängen. Bei Dir wahrscheinlich deutlich mehr, nehme ich an?! Normalerweise läuft im Betrieb kein Benzin aus dem Überlaufschlauch, ausser man legt sie auf die Seite. Der Sache musst Du nachgehen. Wenn was derart gravierendes mit dem Vergaser nicht passt, dann läuft die Maschine nicht gut und springt schlecht an. Viele Ursachen sehe ich nicht, wenn da Benzin rausläuft. Entweder der Schwimmerstand ist deutlich zu hoch - warum auch immer. Oder aber das goldene Messingröhrchen (siehe Foto) innen in der Schwimmerkammer hat einen Knax, und ist dann in den Überlaufschlauch hinein undicht. So oder so musst du die Schwimmerkammer erstmal abnehmen.
 

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Keine Tropfen viel mehr kam heraus und soweit ich mich erinnere lief es erst richtig als der Motor an war. Ungefähr halb soviel als würdest du den Schlauch vom Benzinhahn abnehmen und so laufen lassen.
 
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OT ist gemäss Reperaturanleitung erst, wenn die äussere Markierung auf dem Nockenwellenrad (von der Steuerkette verdeckt) mit der Dichtfläche fluchtet. Die innere Markierung dient dann nur zur Positionierung der Nockenwelle. Die Markierungen der Ausgleichswelle & Primärrad fluchten erst im OT.
 

Eys

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Also war die Steuerkette um ein Zahn versetzt. Gehen wir mal davon aus das die Steuerkette versetzt war. Was hätte das für Auswirkungen auf das Motorrad. Ich hatte bei meiner Honda ein ähnliches Problem, da habe ich die Ausgleichswelle und Primärrad fluchten lassen und die Makierung auf dem Ritzel der Nockemnwelle war nicht bündig mit der Dichtfläche. Hab sie zusammengebaut und sie lief ziemlich schlecht. Also wieder aufgemacht und die Steuerkette erneuert und siehe da jetzt war die Makierung Perfekt Bündig mit der Dichtfläche und der Motor lief einwandfrei. Habe die alte Steuerkette der Honda übrigens vorher überprüft. Dazu sollte ich die Steuerkette mit den Löchern nach unten auf den Tisch legen und die Kette Biegen ohne sie zu belasten. Dann durfte die Differenz zwischen nicht gebogen und gebogen einen bestimmten Wert nicht Überschreiten.
 
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Was meinst du mit versetzter Steuerkette? Im Prinzip spielt es keine Rolle wie die Steuerkette aufgesetzt wird, solange die Markierung des Nockenwellenrad bei gespannter Kette auf der der Seite der Kettenführung im OT fluchtet. Das versetzen des Nockenwellenrad führt zu veränderten Steuerzeiten.
 

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Hab mich nicht ganz richtig ausgedrückt. Der Zustand war, daß unten beide Zahnräder in einer Flucht waren, aber oben war das Nockenwellenzahnrad um ein Kettenglied versetzt eingebaut. Sieht man in den Fotos die ich gemacht habe bevor ich den Motor weiter zerlegt hatte.
 
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Achso, jedoch verstehe ich nicht, wieso du das Nockenwellenrad rechtwinklig zur Dichtfläche gedreht hast. Die Innere-Markierung sagt ja eigentlich nichts über den OT aus.
 

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Ich wusste nicht das die Makierung unter der Steuerkette war. Aber ich habe vorhin nochmal nachgemessen und die innere Makierung steht im rechten Winkel zur versteckten Makierung.
 

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Falls die Steuerzeiten tatsächlich verstellt waren, könnte dies evt. den schweren Startvorgang verursacht haben. Von Experimenten mit den Steuerzeiten habe ich aber zugegeben keine Ahnung ...
Nachdem du bereits Alles zerlegt hast, bleibt dir sowieso nicht viel anderes übrig als die Reparaturanleitung durchzugehen, alle Bestandteile zu prüfen und den Motor wieder zusammenzubauen.
 

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Habe mich mal um das Vergaser Problem gekümmert und die Schwimmerkammer geöffnet. Also wenn ich die Ablaßschraube schließe, dann kann ich immer noch von aussen durchpusten. Werde erst mal eine Neue bestellen.
 

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