Kabelbaum Optimierung

Randnotiz:
Sobald du anfängst Kabeln am Stecker des Steuergeräts abzuzwicken, weil du der Überzeugung bist dass das eh kein Schwein braucht was KTM da drangedödelt hat, hast du die höchste Stufe an Selbstvertrauen in die eigene Arbeit erreicht :ROFLMAO:

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Insbesondere wenn man die so kurz abschneidet. :D
 
Auspinnen und Reste wegschmeissen. Sei ein Mann :cool:
 
Ne, dann bräuchte ich Blindstopfen für die offenen Steckerplätze. Die hab ich aber nicht.
Also einfach so kurz wie möglich abgezwickt, isoliert, fertig

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Sag mal, hast da einen Netzwerker in der Firma überfallen?
Wir hatten dieselben Kabelbeschriftungs Dinger.

Allerdings haben wir Anfänger die händisch beschriftet o_O
 
Ich sagte ja, wenn dann mach ich es ordentlich.
Hab die Zettel sogar einlaminiert bevor ich sie ausgeschnitten habe, damit sie auch halbwegs wasserfest sind.
Außerdem erleichtern sie das Arbeiten am Kabelbaum und reduzieren Fehlerquellen, weil man so keine Stecker im Eifer des Gefecht vertauschen kann.

Ob sie zum Schluss aber auch wirklich alle drauf bleiben weiß ich noch nicht. Gerade hinter der Lampenmaske herrscht bei der Duke3 akuter Platzmangel und da können selbst diese Clips dann unter Umständen schon zu viel des Guten sein.

Aber praktisch sind sie allemal.
Ich schick dir welche mit wenn ich dir dann die Reste deines Kabelbaums zurückschicke.
 
Es gibt für diverse Kabelbeschrifter auch Etiketten zum umwickeln von Kabeln. Oder bedruckbaren Schrumpfschlauch. Ich meine... Man kann ja alles optimieren. ;)

(Dymo ist nicht so super, da gibt es schnell keine Munition und man muss ein aktuelles Gerät kaufen)
 

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Meine Erfahrung mit solchen Etikettendruckern ist halt dass man den Aufdruck dann auch schnell mal nicht mehr lesen kann, vorallem wenn die Etiketten 'der Witterung ausgesetzt' sind.

Natürlich sind solche Etiketten platzsparender, aber wenn ich dann nach einem halben Jahr nicht mehr entziffern kann was draufsteht hab ich auch nichts damit gewonnen.
 
Ach das geht schon. Das ist zumindest bei den mir beklebten Kabeln hier gegeben. Ich baue auch schonmal Systeme für den Einsatz im Feld.

Kostet halt Geld, so eine Kassette mit ordentlichen Etiketten. Aber ist ja auf das Projekt umgelegt dann. :)
 
Ehrlich gesagt hält sich die Motivation, Etiketten für die Stecker zu machen die dann mehr Geld kosten als mich der komplette Kabelbaum gekostet hat, dann doch etwas in Grenzen.
Die Clips kosten 8€ für 30Stk. auf Amazon und das ist schon mal mehr als der Hersteller in die Beschriftung investiert hat.
Und wie ich anfangs schon mal erwähnt habe, ich will bei diesem 'Projekt' dann auch nicht päpstlicher sein als der Papst...

Alles was ich möchte ist Ordnung und Sauberkeit in das derzeit herrschende Chaos bei meinem Kabelbaum zu bringen, damit ein engangierter Dieb es dann auch mal etwas einfacher hat sich zurecht zu finden, wenn er das Moped klauen oder kurzschließen möchte :yes:
 
Den Zweck der Schilder versteh ich nicht ganz. Ja, klar, man erkennt gleich wofür der Stecker ist. Aber aus der Praxis heraus: Durch die Form und die Position an der Maschine ist es dann eh klar, dazu werden ja die verschiedenen Stecker verwendet, bzw. die männlich/weiblich Logik. Für mich machen die Kennzeichnungen nur so richtig einen Sinn, wenn es um Erweiterungen geht, auch bei der Verlegung von Teilen wandert ja i.d.R. der Gegenstecker mit (macht zumindest den Austausch im Schadensfall einfacher). Eine so hochwertige/permanente Beschilderung kenne ich sonst nur von Kabelbäumen, bei denen wirklich Verwechselungsgefahr besteht, bzw. bei denen optionale Stecker, die nicht unbedingt benutzt werden, vorhanden sind. Aber die willst Du ja wohl eh entfernen.

Bei meinem letzten Projekt, da habe ich auch den Kabelbaum komplett ausgebaut und überarbeitet, alle Elektroteile entfernt, war es viel wichtiger eine Dokumentation zu haben. Da es, im Gegensatz zu vielen Japanern, keine Verlegepläne der Bordelektrik im WHB gibt, ist es eine sehr gute Idee, etliche Bilder über den Ausbauzustand zu machen, lieber mehr als weniger. Zudem beispielsweise an den Batterieanschlüssen eine eindeutige Kennzeichnung, die einem ins Auge fällt, anzubringen, Stichwort bei KTM die Kabel fürs ABS ;) . Bei Ergänzungen ist eine Dokumentation im Schaltplan keine schlechte Idee, machst Du ja aber auch.

Wie schon an anderer Stelle geschrieben ist mir bei Ergänzungen die Farbwahl der Kabel wichtig, auch wenn es keine direkten Vorschriften dafür gibt, nur eine Empfehlung. Aber für Masse (Klemme 31) braun, Batterieplus (Klemme 30) rot und Zündungsplus (Klemme 15) schwarz, sollte eingehalten werden. Gerade bei schwarz ist bei Basteleien die Verführung meist sehr groß, so zumindest mein Erfahrung bei der Fehlersuche in optimierten Verdrahtungen.

Aber jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... Weitermachen!
 
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Bin ich bei Dir. Braucht kein Mensch. Auch lackierte Federn oder umgebaute Tachos sind eigentlich völlig sinnbefreit.
Allerdings finde ich den Ansatz faszinierend. An der Karre ist alles perfekt gemacht. Wie auch bei pi x Daumen an der Husaberg. Besser als neu. Ich bin eher so der Pragmatiker. Muss halt irgendwie funzen. Ich bewundere solche Perfektionisten. Die machen das halt überall so. Würde ich auch gerne können, bin ich aber viel zu chaotisch zu.
Macht weiter so, lese Eure Berichte immer extrem gerne.
Schönen Feiertag in die Runde, zumindest denen, die frei haben.
 
Den Zweck der Schilder versteh ich nicht ganz.

In erster Linie dient sie Kennzeichnung der Stecker dazu, dass ich mich schneller zurecht finde solange ich jetzt am Kabelbaum arbeite.
Dadurch laufe ich nicht Gefahr aus Versehen mal einen falschen Stecker aus- oder umzupinnen, was durchaus mal vorkommen könnte wenn sie nicht gekennzeichnet wären.

Sobald der Kabelbaum eingebaut ist, braucht man die Kennzeichnung natürlich nicht mehr unbedingt.
Aber mir geht es eben auch darum, wenn mal jemand anderes an meinem Moped arbeiten sollte (was solange ich lebe nie der Fall sein wird), dann soll er sehen dass bei diesem Moped auch auf Details Wert gelegt wurde.

Eine so hochwertige/permanente Beschilderung kenne ich sonst nur von Kabelbäumen, bei denen wirklich Verwechselungsgefahr besteht

Womit wir dann bei KTM wären:

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Aber nicht nur das, auch intern gibt es Stecker die förmlich dazu einladen sie zusammen zu stecken, wenn der Kabelbaum ins Moped verbaut wird und man nicht darauf achtet ob die Anschlüsse jetzt aus dem Kabelbaum kommen oder von Sensoren

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Ich weiß noch als ich mein Moped das erste mal komplett zerlegt hatte (im Zuge vom Umbau 654cc auf 690cc)...

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...und dann den Kabelbaum wieder eingebaut habe, ist es mir tatsächlich passiert dass ich den Pickup Stecker aus der Lima (weiblich) mit dem Stecker des Kabelbaums, der für die Ansauglufttemperatur zuständig ist (männlich), verbunden habe.
Und natürlich anderes herum (Ansauglufttemperatur/Pickup) habe ich es auch falsch rum eingesteckt.

Beim Einschalten der Zündung hat es mir dann natürlich sofort einen Fehler ausgeworfen (Kurzschluss nach Masse Ansauglufttemperatur Sensor) und dank TuneEcu hatte ich den Fehler dann auch umgehend gefunden.

Aber man sieht, so dass eine Verwechslungsgefahr ausgeschlossen werden kann, so ist es bei KTM dann stellenweise halt auch wieder nicht.
 
... war es viel wichtiger eine Dokumentation zu haben.

Ich schreib natürlich alles mit bzw. mach mir jetzt Notizen im originalen Schaltplan, inkl. den Kabelfarben der von mir verbauten Kabel, und werd das dann zum Schluss alles sauber ausarbeiten und einen eigenen Schaltplan für mein Moped daraus erstellen

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Cooles Projekt. Ich werde mir den Kabelbaum bei meiner zweiten Supermono auch noch beschriften. Hab mir da letztens auch einen Kurzschluss eingebaut. :rolleyes: Jetzt weiß ich warum der Kabelbaum am anderen Renner beschriftet ist. Hatte das bisher auch für unwichtig empfunden.
 
Zur Klarstellung: Das war keine Kritik, sondern eine Frage. Ich finde solche Themen immer spannend um zu lernen, neue Sichtweisen zu verstehen.

Deine Intention kann ich nachvollziehen, ist eine Vorgehensweise. Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich den Bereich der Kupferwürmer als beruflichen Hintergund habe, neben der Steckerform schaue ich auf die Kabelfarben und vergleiche diese mit dem Schaltplan. Die Qualität der KTM-Kabelbäume ist stellenweise nicht unbedingt das, was man machen könnte, entspricht auch nicht immer dem optimalen Stand der Technik. Wahrscheinlich wird die Qualität im Bereich Elektrik (wie auch in anderen Bereichen) letztlich von den Kaufleuten bestimmt, nicht von den Technikern. Selbst die Techniker haben gefühlt manchmal kein Berührung zur Realität, es fehlt an vielen Stellen die Erfahrung im Handling. Was während der Proktion noch hervorragend klappt unf eitund Geld spart, ist bei späteren Reparaturen (oder schon bei Service) suboptimal. Kabelquerschnitte werden bei modernen Fahrzeugen nicht unbedingt auf Betriebssicherheit/Normbelastung ausgelegt, sondern auf die Ausreizung der maximalen Belastbarkeit.

Technisch gesehen fängt dass irgendwie schon bei der reduzierten Dicke der Isolierung an, bzw. der generellen Qualität. Das Problem, dass wir beispielsweise im Bereich des Lenkkopfes haben, kennt man bei PKW an den Türen: Brechende Kabel. Die Ersatzteilindustrie vewendet dort Silikonkabel, da diese mechanisch anders belastbar sind. Würde man so etwas ab Werk vorsehen, wäre es jedoch einerseits teurer, andererseits würde der Fehler nicht auftreten, Reparaturen nicht notwendig sein und man könnte keine Reparatursätze verkaufen.

Nochein Erfahrungstipp: Reinige die Stecker noch einmal gründlich. Erste Maßnahme Bremsenreiniger und etwas Nachhilfe beispielsweise durch einen Pinsel oder eine Zahnbürste (nimm die Deiner Frau :devilish: ). Anschließend eventuell etwas Kontakt 61, dann ist die Steckverbindung konserviert und vor Korrosion geschützt.

Dokumentation in Bildern, bespielsweise als PDF, gerade bei Zusatzeinbauten empfehlenswert.

Sobald der Kabelbaum eingebaut ist, braucht man die Kennzeichnung natürlich nicht mehr unbedingt.
Aber mir geht es eben auch darum, wenn mal jemand anderes an meinem Moped arbeiten sollte (was solange ich lebe nie der Fall sein wird), dann soll er sehen dass bei diesem Moped auch auf Details Wert gelegt wurde.

Fremde Hände am Moped? Möge das NIE passieren!
 
Ich bewundere solche Perfektionisten.

Vielen Dank für das Kompliment.
Ich muss sagen, in Bezug auf Optik bin ich weiß Gott kein Perfektionist.
Klar ist es mir wichtig dass das Gesamtkonzept passt, aber ob mein Moped jetzt ein paar Schrammen mehr oder weniger hat, ist mir relativ Bowidl.
Es ist und bleibt für mich ein Gebrauchsgegenstand und da lässt sich Abnutzung durch bestimmungsgemäßen Gebrauch manchmal halt auch nicht vermeiden :p
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Wenn ich jedes mal die Krise bekommen würde wenn mein Moped irgendwo eine neue Schramme hat, dann hätte ich mir schon die Kugel gegeben.
Also bei diesem Thema bin ich echt entspannt.

Anders sieht es bei der Technik aus.
Da von ich echt pedantisch.
Ich kann es absolut nicht ab wenn irgendetwas nicht perfekt funktioniert, ungenau gearbeitet ist oder sonst irgendetwas.

Bestes Beispiel: ich hab einen nagelneuen Zylinder inkl. Kolben bei meinem 732cc Umbau Projekt an KTM zurückgeschickt, weil das Kolben Einbauspiel zwar noch innerhalb der Toleranz war, aber mit 0,055mm mir persönlich einfach um ein Hunderstel zu groß war.
Es hat dann zwar knapp 2 Monate und etwas Diskussionen gebraucht bis ich einen neuen Zylinder + Kolben von KTM bekommen habe, aber der Kolben hatte dann nur 0,043mm Einbauspiel und erst das hat meinen Ansprüchen dann auch wirklich genügt

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Da mag der eine oder andere jetzt vielleicht den Kopf dazu schütteln, aber das sind eben die Dinge, auf die ich wirklich Wert lege.
 
Zur Klarstellung: Das war keine Kritik

Ich hab das auch nicht als Kritik verstanden.
Im Gegenteil, ich freue mich wenn du dich hier aktiv miteinbringst, schließlich weißt du wovon du sprichst und ich bin dankbar dafür wenn ich etwas dazu lernen kann.

Die Stecker und allgemein den Kabelbaum werd ich selbstverständlich alles noch gründlich reinigen und konservieren.
So wie die Stecker jetzt teilweise ausschauen, kommen sie mir natürlich nicht ins Moped.

Das "witzige" ist, ich weiß ja nicht mal ob der Kabelbaum auch wirklich funktioniert oder ob der Vorbesitzer eventuell Probleme damit hatte und ihn deswegen ausgebaut hat.
Aber ich vertraue da mal auf meinen Instinkt und da der Verkäufer einen seriösen Eindruck gemacht hat, denke und hoffe ich mal, dass das dann auch passen wird.

Zumindest optisch konnte ich bisher keine Beschädigungen oder Scheuerstellen an den Kabeln erkennen und weitestgehend unverbastelt war der Kabelbaum auch.
Also ich bin guter Dinge dass die Arbeit die ich mir hier mache, dann (hoffentlich) auch nicht umsonst gewesen sein wird.
 
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