LC4 620 EGS Motorrevision

Hätte das jetzt eher andersrum gemacht,
Senkkopf etwas ins Blech eingelassen und Gewinde bzw Gewinde Einsatz in die Mitnehmer geschnitten....

So würde ich es glaube ich auch machen.
Ich weiß nicht welchen Durchmesser die Bohrungen in den Mitnehmern haben, aber ich könnte mir vorstellen dass man hier ein M7 Regelgewinde reinschneiden kann.

Dann würde ich ggf. M7 Außensechskanteschrauben mit Bund 10.9 eindrehen und mit Loctite hochfest sichern und danach den Außensechskant bis auf den Bund abflexen.
 
Hi, ich glaube ich würde es machen lassen. Klar ist es bißchen teurer denke ich aber ich würde mit ruhigeren Gewissen fahren. Nur meine persönliche Meinung. Gruß Mike
 
Ich habe noch gelernt, dass man Nieten mit einem Hammer und entsprechendem Werkzeug selbst machen kann.

 
Der Mitnehmer ist aber auch Alu.
Und die Wandstärke ist auch nicht gerade viel was da noch bleibt wenn ich die Löcher evtl. aufbohre und dann noch Gewinde schneide..
 
Hülsenmutter aus Stahl. Kein Edelstahl. Im passenden Durchmesser der alten Nieten durch. Eventuell die Passstücke die im Gummi sind noch 1mm auf die neuen Hülsenmuttern aufbohren. Dann im Korb senken und Senkkopf aus Stahl da rein. Kein Edelstahl. Edelstahl ist da zu weich und schert ab.

Dann mit Schraubensicherung und passenden Drehmoment zum Gewinde über Kreuz verschrauben.
 
Hülsenmuttern wären eine Option, hatte ich mir gestern auch noch überlegt.
Aber wenn die Hülse Außen 6mm haben muss, was hab ich dann innen noch für ein Gewinde? M4?
 
Bohr auf 8mm auf... Dann m5 Innengewinde?
 
Hab gerade mal nachgemessen.
Niet Durchmesser 6,1mm / Loch 6,2mm 17mm lang.
M6 Gewindereparatur / sieht aus wie time sert / Bohrer 6,3mm und Gewinde Bohrer 7,4mm.
Da wüste ich, was ich machen würde....

Den Bund vom Einsatz würde ich außen hin machen, da wo die Lamellenseite ist und mit möglichst langen 6er Schrauben verschrauben mit Schraubensicherung.
 
Ich konnt's nicht lassen und hab mal 4 Nieten gesetzt.
Hab die Köpfe Motorseitig gemacht weil da das Halteblech ist. Dieses hab ich gedreht weil es auf der einen Seite ja schon etwas abgeschliffen ist wegen den alten Dämpfern.
Ich hoffe das es sich mit den Köpfen der Nieten und dem Primärrad ausgeht.
Die Köpfe haben 2,3 - 2,5mm.
Auf der anderen Seite wo ich vernietet habe könnte ich zur Not am Zapfen noch was abnehmen.
Momentan stehen die Zapfen ca. 5,0 - 5,5mm über.
Die 4 Nieten haben auf jeden Fall gut gezogen, das Halteblech ist fest.
Wenn jetzt nochmal 4 dazukommen sollte das halten meine ich..
Oder..? :unsure::LOL:

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Ich hatte mal eine Gilera 600 mit zwei abgescherten 8.8er Schraubenkopfen im Motor. Die kamen genau daher. Ich würde da nur noch 10.9 verbauen.

Das Alu wäre mir zu weich.
 
Vorallem muss man auch die unterschiedliche Wärmeausdehnung der Alu Nieten vs. dem Kupplungskorb einkalkulieren.
Das wird m.E.n. nicht lange gut gehen.

Wären Alu Nieten hier einsetzbar, dann hätten sie schon ab Werk Alu Nieten verwendet.
 
Hülsenmutter aus Stahl. Kein Edelstahl. Im passenden Durchmesser der alten Nieten durch. Eventuell die Passstücke die im Gummi sind noch 1mm auf die neuen Hülsenmuttern aufbohren. Dann im Korb senken und Senkkopf aus Stahl da rein. Kein Edelstahl. Edelstahl ist da zu weich und schert ab.

Dann mit Schraubensicherung und passenden Drehmoment zum Gewinde über Kreuz verschrauben.
Hi, lerne immer gerne dazu. Warum kein Edelstahl zu Hart? Gruß Mike
 
Glaube Edelstahl kommt an die Güte von Stahlschrauben nicht ran.
Nicht mal an 8.8.
Könnte das ein Fachmann verifizieren?

EDIT: Chatty hat das schon mal bejaht. Die Streckgrenze von A2 oder A4 kommt nicht mal an 8.8 Schrauben ran.
 
(A)1234 oder 5 sagt nur etwas über die Korrosionsbeständigkeit des Stahls aus. Je größer die Zahl desto "edler" ist die Sorte, was aber nicht stärker/schwächer bedeutet. Der Buchstabe A, C oder F gibt die Kristallstruktur der Legierung an (Austenit, Martensit, Ferrit), wobei Schrauben vom Typ C und F magnetisch sind, Typ A nicht.

A ist eigentlich ein billiger Wald und Wiesen-Stahl. (Kaltverschweißt gerne)

C ist verhältnismäßig teuer (verwenden wir in der Firma öfters) und hat das Problem mit dem Kaltverschweißen nicht so, ist außerdem besser zu bearbeiten und kriecht eher nicht.

Was dich aber eigentlich interessieren sollte ist das Nachsetzzeichen -50 -70 -80 -90... Das ist die max. Streckgrenze, also bei welcher Belastung die Schraube komplett abreißt.

Eine A2-80 reißt zwar bei gleicher Belastung wie eine 8.8er (800N/mm²), die Dehngrenze (ab wann die Schraube sich permanent zu längen beginnt) liegt bei der A-Sorte aber nur bei ca. 60% davon.
Eine 8.8er längt sich erst bei 80% der max. Belastung die sie verträgt.

Edelstahlschrauben sind also eigentlich duktiler als ihre rostenden Freunde.

Für gewöhnlich erhältliche Schrauben in Edelstahl werden meist in Festigkeit-70, oder wenn oft nichts dabeisteht gerne in -50 angeboten. Also deutlich weicher als gewöhnliche 8.8er, daher aufpassen was man kauft. Eine A2-50 ist vergleichbar zu einer 4.6er, also butterweich und für andere Dinge als eine Verkleidung oder ein Spiegel ungeeignet.

Meine Bremsscheibe die mit 8.8er ausgeliefert wurde, habe ich z.B. mit A2-80 befestigt.

Zurück zum Thema:
Die originale Stahlniete des Kupplungskorbs wird wahrscheinlich auch keiner 8.8er entsprechen - eher einer 4.6er - sonst könnte man Hämmern wie ein verrückter. Trotzdem wäre mir Alu zu heikel, die lösen sich ja schon am Endtopf.
 
o_O Yachti googelt duktil o_O
Toll erklärt!! DANKE.
 
Zurück zum Thema:
Die originale Stahlniete des Kupplungskorbs wird wahrscheinlich auch keiner 8.8er entsprechen - eher einer 4.6er - sonst könnte man Hämmern wie ein verrückter. Trotzdem wäre mir Alu zu heikel, die lösen sich ja schon am Endtopf.

Die originalen Stahlnieten werden mit 40-50kN vernietet, was mehreren Tausend bar Druck entspricht.
Da ist nichts mit hämmern.
 
Hämmern, mit so einem kleinen Querschnitt, könnte da schon hinkommen. Gibt auch schwerere Hämmer.
Was meinst du @them0leisback ?
 
Hämmern geht schon.
Mann muss nicht mit einem Schlag 40-50KN aufbringen...
In dem Betrieb wo ich im Werkzeugbau in den Semesterferien gearbeitet hatte, wird mittlerweile sehr viel hochfestes Material gestanzt.
Da werden "Posaunenkopf" Lochstempel eingesetzt, weil die nicht so schnell abreißen.
Abreißen tun sie, weil in dem Moment des Durchstanzen sich der Lochstempel entspannt und Zug auf den Kopf ausübt.
Bei hartem Marterial , kleinen Lochdurchmessern und kleinen Lochtoleranzen sollte man aufs Kleinstmaß gehen.
Vor dem Durchstanzen staucht sich der Lochstempel so, das er größer locht wie sein Durchmesser.
Die Formstempel werden angeschraubt.
Dabei haben sich hochfeste Edelstahlschrauben bewährt, die regelmäßig ausgetauscht werden müssen.

Also Edelstahl ist gar nicht so verkehrt, kommt halt auf die Legierung und Wärmebehandlung an.
 
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