Kabelbaum Optimierung

Kabelquerschnitte werden bei modernen Fahrzeugen nicht unbedingt auf Betriebssicherheit/Normbelastung ausgelegt, sondern auf die Ausreizung der maximalen Belastbarkeit.

Das ist mir auch heute auch schon bei dem Kabelbaum aufgefallen...
Ein 2mm² Kabel das mit einer 15A Sicherung abgesichert ist, geht sich für mein Verständnis nicht ganz aus...
 
Das passt schon irgendwie, als Faustformel hat man mal 10A pro mm² gesagt, aber als Höchstbelastung. Das Kabel muss zudem so ausgelegt sein, dass der komplette Stomkreis im Kurzschlussfall zur Auslösung der Sicherung führen kann, also Plus und Masse zusammen. Richtig ist es allerdings den Spannungsfall über der Leitung zu berechnen, denn es kommt ja auch auf die Leizungslänge an.

Hier ist es wieder einmal interessant, dass früher die Werte für den zulässigen Spannungsfall kleiner waren, wobei das auch noch aus den Zeiten der 6V Anlagen stammt. Heute lassen höhere Werte schlechtere Kabel zu...
 
Das es irgendwie schon passen wird, davon gehe ich grundsätzlich mal aus wenn es original so verbaut ist.

Jedoch kommt es halt auch auf die Anzahl der Litzen im Kabel an und je mehr Litzen das Kabel hat, desto geringer ist auch die Belastbarkeit.
14 AWG ist laut meiner Recherche nur bis zu 3 Litzen im Kabel auf 15A belastbar, aber ich gehe mal davon aus dass es mehr als 3 Litzen sein werden.
Von 4 bis 6 Litzen sinkt die Belastbarkeit dann bereits auf 12A.

Wie gesagt, grundsätzlich wird es schon passen, aber bei einer 15A Absicherung hätte ich wohl mind. ein 2,5mm² Kabel genommen.

Ich geh da immer auf Nummer sicher, und verwende lieber zu dicke Querschnitte als zu dünne.
 
Kurze Zusammenfassung: ihr habt einen Knall :love:
Ich meine das jetzt nicht negativ (y)
 
So, hab wieder mal eine Frage an die Profis.
Und zwar geht es um das SLS Ventil.

Derzeit hab ich das SLS ausgebaut, den Stecker im Kabelbaum abgezwickt und das SLS im Steuergerät ausprogrammiert.
Soweit so gut.

Nun will ich bei diesem Kabelbaum aber die Kabel nicht einfach nur abzwicken sondern das SLS Ventil durch einen Widerstand auch simulieren, sollte aus welchem Grund auch immer, das Steuergerät das SLS Ventil ansteuern wollen weil z.B. die Ausprogrammierung des Ventils verloren gegangen ist.
Mir ist klar dass so etwas sehr unwahrscheinlich ist, aber es ist halt nun mal so dass ein Steuergerät auch mal eine Programmierung verlieren kann, oder beim Aufspielen einer Map ggf. mal etwas nicht korrekt übertragen wird.

Wie gesagt, dass die Wahrscheinlichkeit schwindent gering ist das so etwas passiert, ist mir bewusst, nur möchte ich trotzdem auf Nummer sicher gehen dass es mir in so einem Fall dann keinen Fehler auswirft sondern die ECU durch einen Widerstand ausgetrickst wird.

Nun weiß ich von Leuten die das SLS nicht ausprogrammiert haben sondern nur durch einen Widerstand im Stecker simuliert haben, dass bei dem einen ein 1kOhm Widerstand funktioniert hat, beim nächsten ein 2k2 und wieder beim nächsten ein 22kOhm den gewünschten Erfolg brachte.

Und jetzt die Frage, wie kann ich ermitteln welcher Widerstand sicher funktionieren wird?

Ich möchte den SLS Stecker nicht dran lassen um darin den Widerstand dann bei Bedarf wechseln zu können, sondern ich möchte die Kabel so weit wie möglich bis zum Steuergerät kürzen und dort dann einen festen Widerstand einfügen.

Ich habe mein ausgebautes SLS Ventil durchgemessen (ist ja im Grunde nur eine Elektrospule), aber irgendwie komme ich da auf keinen grünen Zweig.

Ich messe 26 Ohm Widerstand der Spule und wenn ich 12V an das Ventil anlege dann messe ich mit der Strommesszange ca. 0,5A Strom.
Im Moped liegen am SLS Ventil immer 12V an und die ECU schaltet es auf Masse damit es schließt. Wenn die ECU möchte dass es öffnet, dann nimmt sie einfach die Masse weg.
So hatte ich das damals gemessen bevor ich es ausgebaut habe.

Nur ich frage mich jetzt, wie ergibt sich daraus dass man mind. einen 1kOhm Widerstand braucht um das Ventil zu simulieren, bzw. wie stelle ich jetzt fest welchen Widerstand ich wirklich brauche um das Ventil zu simulieren, wenn das Ventil laut meinen Messungen doch eh nur 0,5A Strom zieht?
 
Zuletzt bearbeitet:
Btw., hier hab ich gestern beim Durchstöbern meines Handys Fotos gefunden wie so ein KTM Kabelbaum auch mal ausschauen kann

20160820_162337_resized1_zpsmzdtouwq-X2.jpg

20160820_162313_resized2_zpsqeehnmfc-X2.jpg

Wenn ich nich recht erinnere (bin mir nicht mehr sicher) stammen die Fotos von @dualadventure aus dem Nachbarforum bzw. seiner Enduro-R 2014.
Das ist halt nicht so cool wenn KTM den Kabelbaum so verlegt, dass er unter der Sicherungsbox dann so extrem aufscheuern kann.
 
Das nennt man CRM. Sonst kannst die Werkstätten zusperren.
Customer Relation Management.
 
So, hab wieder mal eine Frage an die Profis.
Und zwar geht es um das SLS Ventil.

Derzeit hab ich das SLS ausgebaut, den Stecker im Kabelbaum abgezwickt und das SLS im Steuergerät ausprogrammiert.
Soweit so gut.

Nun will ich bei diesem Kabelbaum aber die Kabel nicht einfach nur abzwicken sondern das SLS Ventil durch einen Widerstand auch simulieren, sollte aus welchem Grund auch immer, das Steuergerät das SLS Ventil ansteuern wollen weil z.B. die Ausprogrammierung des Ventils verloren gegangen ist.
Mir ist klar dass so etwas sehr unwahrscheinlich ist, aber es ist halt nun mal so dass ein Steuergerät auch mal eine Programmierung verlieren kann, oder beim Aufspielen einer Map ggf. mal etwas nicht korrekt übertragen wird.

Wie gesagt, dass die Wahrscheinlichkeit schwindent gering ist das so etwas passiert, ist mir bewusst, nur möchte ich trotzdem auf Nummer sicher gehen dass es mir in so einem Fall dann keinen Fehler auswirft sondern die ECU durch einen Widerstand ausgetrickst wird.

Nun weiß ich von Leuten die das SLS nicht ausprogrammiert haben sondern nur durch einen Widerstand im Stecker simuliert haben, dass bei dem einen ein 1kOhm Widerstand funktioniert hat, beim nächsten ein 2k2 und wieder beim nächsten ein 22kOhm den gewünschten Erfolg brachte.

Und jetzt die Frage, wie kann ich ermitteln welcher Widerstand sicher funktionieren wird?

Ich möchte den SLS Stecker nicht dran lassen um darin den Widerstand dann bei Bedarf wechseln zu können, sondern ich möchte die Kabel so weit wie möglich bis zum Steuergerät kürzen und dort dann einen festen Widerstand einfügen.

Ich habe mein ausgebautes SLS Ventil durchgemessen (ist ja im Grunde nur eine Elektrospule), aber irgendwie komme ich da auf keinen grünen Zweig.

Ich messe 26 Ohm Widerstand der Spule und wenn ich 12V an das Ventil anlege dann messe ich mit der Strommesszange ca. 0,5A Strom.
Im Moped liegen am SLS Ventil immer 12V an und die ECU schaltet es auf Masse damit es schließt. Wenn die ECU möchte dass es öffnet, dann nimmt sie einfach die Masse weg.
So hatte ich das damals gemessen bevor ich es ausgebaut habe.

Nur ich frage mich jetzt, wie ergibt sich daraus dass man mind. einen 1kOhm Widerstand braucht um das Ventil zu simulieren, bzw. wie stelle ich jetzt fest welchen Widerstand ich wirklich brauche um das Ventil zu simulieren, wenn das Ventil laut meinen Messungen doch eh nur 0,5A Strom zieht?
Servus Martin,

vielleicht will das Steuergerät einfach nur irgend einen Widerstand. Rein rechnerisch würde sich nach deinen Messungen und dem Ohm'schen Gesetz ein Widerstand von 12/0,5 = 24 Ohm ergeben. Eventuell machst du es so, dass du den Widerstand schnell ändern kannst.

Ansonsten ist das wieder mal ein subba Winterprojekt :) .

Grüße,
Peter
 
Das ist es eben, ich will es nicht so machen dass ich den Widerstand dann wechseln kann, weil das bedeuten würde dass er zugänglich sein müsste.
Dann könnte ich gleich den originalen Stecker dran lassen und dort bei Bedarf einen Widerstand reinsetzen.

Ich will den Kabelbaum aber so schlank wie möglich gestalten und dazu wäre es einfach cool wenn ein Widerstand fix zwischen den (gekürzten) Kabeln innerhalb des Kabelbaums unsichtbar integriert wäre.

Es ist jetzt aber auch keine Notwendigkeit.
Ich kann auch den originalen Stecker im Grunde dran lassen, weil das Kraut wird er jetzt auch nicht fett machen.
Aber wenn es schlanker gehen würde sodass ich keinen unnötigen Stecker herumbaumeln hätte, dann wäre es mir halt lieber.

Ich könnte auch einfach einen 2k2 Widerstand einsetzen, denn ich kenne jemanden bei dem hat es damit bei der Duke3 funktioniert.
Und die Wahrscheinlichkeit dass ich ihn jemals "brauchen" werde liegt eh bei unter 1%.

Ich könnte sowieso auch kein SLS mehr anschließen, weil ich sowohl den Anschluss oben am Ventildeckel dafür entfernt habe (könnte man aber wieder rückgängig machen), aber auch die Bohrung durch den Zylinderkopf vor das Auslassventil unwiderruflich verschlossen habe (das kann man nicht mehr rückgängig machen).

Insofern ist der SLS Anschluss bei mir sowieso komplett sinnbefreit.
Ich kann's und ich hab's jetzt auch ausprogrammiert, aber man weiß ja nie was vielleicht mal ist.

Und ich kann mir halt einfach nicht erklären wie man auf Widerstandswerte >1kOhm kommt damit die ECU das als Dummy akzeptiert? :unsure:

Ansonsten ist das wieder mal ein subba Winterprojekt :)

Danke :)
Wurde halt einfach mal Zeit bei dem Chaos das derzeit in meinem Moped herrscht.
Die Schrauben meiner Lampenmaske halten mittels Vorspannung, weil ich die Lampenmaske schon mit "Gewalt" zurückdrücken muss damit ich die Schrauben überhaupt noch rein bekomme. Soviel Kabelsalat verbirgt sich da mittlerweile dahinter.
Man kann es sich in etwa so vorstellen wie es bei manchen auch hinter dem Radioschacht im Auto aussieht.

Ob das Ganze dann auch von Erfolg gekrönt sein wird, das wird sich eh erst zeigen.
 
Und ich kann mir halt einfach nicht erklären wie man auf Widerstandswerte >1kOhm kommt damit die ECU das als Dummy akzeptiert? :unsure:
Ich könnte mir nur vorstellen, dass das sowas wie ein Pull-up Widerstand ist, mit dem irgendeine Logik feststellen kann, dass da was dranhängt.
 
Pull-up Widerstand sagt mir jetzt nicht wirklich was :unsure:

Was ich mir jetzt aber auch gedacht habe ist, dass so ein Widerstand natürlich auch Wärme entwickelt wenn das Steuergerät wirklich mal Strom drüber laufen lässt (was es momentan ja eh nicht tun würde da das SLS ausprogrammiert ist).
Aber wenn es mal dazu kommen sollte, dann würde ein Widerstand im Kabelbaum ja vielleicht auch keine so gute Idee sein, richtig?

Also ich glaube ich werd mich damit abfinden dass ich den originalen Stecker einfach dran lasse.
Haut mir dann zwar ein bisschen mein Gesamtkonzept zusammen, aber ich glaube das werd ich überleben.
 
Pull-up Widerstände werden gerne verwendet, um das Potential von Minus auf Plus zu ziehen.
Ich würde aber auch auf so eine Kabelbaumheizung verzichten.
 
Naja, so ganz richtig war mein Gedankengang dann glaube ich eh nicht, denn die Spannung bleibt ja konstant mit 12V.

Das bedeutet ein großer Widerstand verbrennt weniger Leistung und dadurch ensteht dann auch kaum Wärme.

Ein 1kOhm Widerstand würde bei 12V gerade mal 0,14 Watt Leistung verbrauchen wobei lediglich 12mA Strom fließen würden (korrigiert mich bitte wenn ich falsch liege).

Nur wie kann ein 1kOhm Widerstand (oder noch größer) dem Steuergerät dann vorgaukeln dass ein Ventil dranhängt, das eigentlich 0,5A Strom zieht und dabei 6 Watt Leistung hat?
Ergibt für mich als Laie einfach keinen Sinn :unsure:
 
Das Steuergerät wird nicht den kompletten Verbraucher durchmessen, sondern nur ein paar Eckpunkte - oder einen.
Da sollte unter Umständen so ein Pull-up Widerstand schon reichen.
So nach dem Motto -> hängt da was? -> ja, passt.
 
Das könnte ich grundsätzlich ja noch nachvollziehen, aber was mir dabei dann nicht eingeht ist, dass bei dem einen oder anderen ein 1kOhm Widerstand nicht gereicht hat und erst ein 2k2Ohm Widerstand dann die Fehlermeldung verschwinden ließ.

Eigentlich sollte es nach meinem Verständnis ja eher umgekehrt sein, je geringer der Widerstand desto wahrscheinlich wird er vom Steuergerät als Dummy akzeptiert weil das originale SLS Ventil ja auch nur ~26 Ohm bei 12V hat.

Aber ich hab mir etwas anderes überlegt.
Und zwar kann man die originale Sprungsonde durch einen 1k und einen 2k2 Widerstand ersetzen.
1k sitzt dabei im Signalstromkreis der mit 5V beaufschlagt ist und 2k2 braucht man als Dummy für die Heizung die mit 12V läuft, damit kein Fehler von der ECU ausgeworfen wird.

Naja, und da das SLS auch über 12V und nicht über 5V angespeist wird, gehe ich davon aus dass hier dann auch ein 2k2 Widerstand den gewünschten Erfolg bringen sollte.

Insofern werde ich jetzt dann doch einen 2k2Ohm Widerstand anstelle des SLS verbauen und einfach hoffen dass es dann auch passt.
Vermutlich werde ich zwar sowieso nie erfahren ob es damit dann gepasst hat, da ich es mit hoher Wahrscheinlichkeit nie brauchen werde, aber wenn dann stehen die Chancen glaube ich gut dass es damit funzt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was ich mir gerade gedacht habe:
was, wenn die ECU die Widerstände nicht als "direkten Ersatz" der jeweiligen Bauteile akzepiert/erkennt, sondern einfach ein bestimmter Stromfluss dafür sorgt dass die ECU das jeweilige Bauteil intern deaktiviert, so wie man die Bauteile ja auch permant aus der ECU ausprogrammieren kann?

Nimmt man einen 2k2 Widerstand bei 12V erhält man 5mA Stromfluss.
Nimmt man einen 1k Widerstand bei 5V erhält man ebenfalls 5mA Stromfluss.

Also was wenn einfach genau diese 5mA nötig sind um ECU dazu animieren, das Bauteil intern zu deaktivieren?
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei solchen Überwachungen wird nicht unbedingt die Qualität eines Signals ausgewertet, d.h. es wird nicht der tatsächliche Strom gemessen, sondern nur ein Zustand, eben Stromkreis offen oder geschlossen. Das kann man auch über eine Spannungsüberwachung darstellen, bei einem offenen Stromkreis liegt dann die Steuerspannung an, ist der Kreis geschlossen, dann fällt an dem Punkt (abhängig vom Strom und dem Spannungsfall durch die Schaltung) eine Spannung ober- oder unterhalb eines Schwellwertes ab. Es gibt etliche Möglichkeiten zur Realisierung in den CDIs, leider erfährt man selten wie es realisiert wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
Im Grunde erklären verschiedene Schwellwerte ja auch warum bei einem ein 1k Widerstand genügt damit keine SLS-Fehlermeldung kommt, bei einem anderen das aber nicht funktioniert hat und er einen 2k2 Widerstand dazu brauchte.

Ich bin mir mittlerweile ziemlich sicher dass ein 2k2 Widerstand bei meinem Moped funzen sollte.
Wenn ich am Wochenende halbwegs motiviert bin, dann werd ich das aber zusätzlich einfach mal direkt am Moped testen.

Ich muss nur meine Batterie wieder einbauen, mir die SLS Kabel raussuchen die ich in meinem originalen Kabelbaum abgezwickt habe, diese mit einem 2k2 Widerstand provisorisch verbinden, das SLS in der ECU aktivieren und schauen ob bei Zündung EIN dann ein Fehler kommt oder nicht.
Gleichzeitig könnte ich aus Interesse aber z.B. auch einfach mal testen ob es theoretisch auch bei der Benzinpumpe mit einem 2k2 Widerstand als Dummy funktionieren würde, da diese ja auch mit 12V Spannung versorgt wird und ich momentan eine Fehlermeldung bekomme, weil ich den Tank über den Winter demontiert habe.

Also schau ma mal wie motiviert ich am Wochenende bin...
 
Sodale...
Ich sag's euch ich war wieder mal fleißig, sehr fleißig sogar :yes:

Gestern hab ich von 18 Uhr am Abend bis 4 Uhr in der Früh an meinem Kabelbaum gearbeitet.
Klingt zwar total bekloppt, aber ich bin da einfach in meinem Element und ich genieße nichts mehr, als wenn ich konzentriert und in Ruhe dahinwerklen kann.
Außerdem ist hier auch keinen Spielraum für Fehler, deshalb gilt es dabei auch umso akribischer vorzugehen.

Der Kabelbaum sieht jetzt soweit schon mal gut aus. Ich hab schon vieles geschafft, aber mind. genauso viel Arbeit liegt auch nochmal vor mir.

Heute bin ich dann hergegangen und hab das mit dem SLS Ventil direkt am Moped getestet.
Dazu hab ich mir die Kabel rausgesucht die ich vor Jahren abgezwickt hatte und hab einen Stecker dran gecrimpt.
Dann hab ich meine Batterie eingebaut und das Steuergerät neu geflasht, sodass das SLS im Mapping nun wieder aktiv ist

Screenshot_20231104_120816_TuneECU.jpg

Daraufhin kam natürlich sofort die Fehlermeldung *Benzinpumpe* (weil ich keinen Tank montiert habe) und *SLS*

Screenshot_20231104_121022_TuneECU.jpg

Dann hab ich zuerst mal einen 1kOhm Widerstand in den Stecker des SLS gesteckt und damit war der Fehler *SLS* dann auch bereits verschwunden

Screenshot_20231104_122404_TuneECU.jpg

Dann hab ich einen 2k2 Widerstand am SLS eingesteckt und der Fehler kam auch damit nicht wieder.

Daraufhin hab ich aus Interesse sowohl in den SlS Stecker als auch in den Stecker der Benzinpumpe einen Widerstand eingefügt und damit war dann gar kein Fehler mehr vorhanden und die FI Warnleuchte im Tacho ist erloschen

20231104_122517.jpg

Screenshot_20231104_122643_TuneECU.jpg


Ich kann jetzt natürlich nicht sagen ob der 1k Widerstand im SLS dann auch genügen würde wenn der Motor läuft und >14V Spannung anliegt, aber bei nur Zündung EIN hat zumindest auch der 1k Widerstand bei mir genügt um den Fehler zu beseitigen.
Das SLS wird damit auch normal von der ECU als "aktiv" bewertet

Screenshot_20231104_123402_TuneECU.jpg

Ich werd in meinen Kabelbaum nun trotzdem einen 2k2 Widerstand einfügen, einfach um auf Nummer sicher zu gehen dass es auch dann keine Fehlermeldung gibt, wenn der Motor läuft und die Spannung >14V beträgt.

Außerdem je größer der Widerstand, desto kühler bleibt er, wobei man sagen muss dass selbst der 1k Widerstand maximal handwarm wird.

Edit: wenn noch jemand eine Idee hat was ich noch testen könnte, jetzt wäre die Gelegenheit dazu gegeben :yes:
 
Zuletzt bearbeitet:
So, und damit ist nun wieder ein unnötiges Trumm weniger im Kabelbaum.
Ist zwar jetzt nicht die Welt, aber auch Kleinvieh macht bekanntlich Mist

20231104_183809.jpg

Jetzt wird der eine oder andere vielleicht denken ok, spätestens wenn er einen Widerstand in den Kabelbaum einfügt wird er jetzt aber wohl oder übel Löten müssen.

Ne, muss er nicht:
20231104_182448.jpg


Das ganze 2mal, Schlumpfschlauch drüber und Abfahrt

20231104_183441.jpg

So etwas wird man zwar sicher in keinem Lehrbuch finden, aber manchmal muss man eben auch etwas kreativ sein um seinen Prinzipien treu zu bleiben.
Gerne auch Kommentare der Profis dazu was sie davon halten.

Einen kleinen "Lifehack" hab ich noch wie ich es mache wenn ich eine abgezwickte Leitung isolieren möchte die ich nicht mehr brauche:
ich biege die Leitung zuerst immer ein kleines Stück um und stülpe erst danach einen Schlumpfschlauch drüber:

20231104_183631.jpg


Dadurch wird verhindert dass der Schlumpfschlauch später irgendwann mal versehentlich von der Leitung abrutschen kann:

20231104_183735.jpg
 

Neueste Themen

Zurück
Oben