Kabelbaum Optimierung

Sowieso :yes:
Da muss ich dann nur 2 Pins in einem der beiden Zentralstecker brücken und dann läuft die Mühle wieder.
Es geht ja eh nur darum dass die Antaktung der Einspritzdüse über den PC5 läuft, sonst könnte ich damit ja auch keinen Quickshifter betreiben.
Wenn der PC5 ausfällt, dann wird die Einspritzdüse nicht mehr angetaktet bzw. das Signal kommt einfach nicht mehr zur Einspritzdüse.
Aber diese Möglichkeit dass er mal ausfallen kann hab ich natürlich mit einkalkuliert.

Mir wäre es sowieso lieber wenn ich gar keinen PC5 hätte, aber für den Quickshifter und vorallem für das Datalogging brauche ich ihn halt leider.
Ohne PC5 kein POD300 und ohne POD300 kein Datalogging.
Einspritzung und Zündung mache ich sowieso über das originale Steuergerät, also passt mein Mapping dann immer noch, selbst wenn der PC5 mal nicht mehr funktionieren würde.
 
Weißt du eigentlich @Yachti dass die Leitungen in deinem defekten Kabelbaum bereits weniger fluffig und flexibel waren/sind, als die Leitungen in diesem Kabelbaum?
Und das obwohl dieser Kabelbaum Bj.2008 ist, und dein Kabelbaum aus einer Enduro-R Bj.2014 stammte.

Also sowohl mein originaler Kabelbaum als auch dein Spenderkabelbaum kann von der Qualität her mit diesem Kabelbaum absolut nicht mithalten.
Warum das so ist weiß ich nicht und kann ich mir auch nicht so wirklich erklären.

Bei deinem Kabelbaum hab ich übrigens eine Leitung mit Grünspann an den Litzen gefunden und 2 Masse Leitungen waren blank bzw. aufgescheuert.
Aber beides kann eigentlich nichts mit den Problemen zu tun gehabt haben die du durch den Kabelbaum hattest.
Da muss also irgendwo anders auch noch der Wurm drinnen gewesen sein.
 
Eigenartig. Ich habe das Gerät mit ca. 4.500 km auf der Uhr gekauft. Sie war mal in Basel und in Mexiko, dort wurde sie vermutlich geschunden und dann kam sie nach DE zurück.

Das könnte nur der Hersteller des Kabelbaumes, vermute mal stark das ist nicht KTM, Licht ins Dunkel bringen.
 
Ich hab irgendwie den Eindruck dass eventuell das Aushärten der Kabelisolierungen ggf. durch den Kleber des Isolierbandes kommen könnte.
Vielleicht hat da @Zehlaus Erfahrung damit oder kann etwas dazu sagen?

Dein Haupkabelbaum hatte ja auch keinen Schutzschlauch drüber sondern wurde mit Isolierband zusammengschnürrt und dann mit Gewebeband umwickelt.
Und mir ist z.B. aufgefallen dass alle abgehenden PVC- Schutzschläuche der Leitungen zu den Sensoren an jenen Enden Bock hart waren, wo sie mittels Isolierband an den Hauptkabelstrang eingebunden waren.

Dort musste ich die Enden der PVC Schläuche teilweise abschneiden wenn ich sie weiterverwenden wollte, weil die Enden dort nicht mehr fluffig und flexibel waren, sondern wirklich komplett steif und hart waren, wo sie mit Isolierband an den Hauptkabelstrang "angebunden" waren.

Also kurz gesagt es wirkt, als hätte der Kleber des Isolierbandes die Isolierung der Leitungen und die Enden der PVC-Schutzschläuche aushärten lassen bzw. den Weichmacher entzogen.
 
Meine böse Vermutung ist, dass irgendein Lieferant diese Kabelbäume billiger angeboten hatte und KTM mal zugeschlagen hatte.
Ist ja normal in unseren Zeiten.
Die werden sicherlich den Kriterien von KTM entsprochen haben.
Ob es Regeln für die Lebensdauer gibt, weiß ich nicht.
Auf alle Fällt hat mich dieser Kabelbaum einen Haufen Geld (>EUR 4000.-) und einen halben Urlaub gekostet.
Von den Nerven her mal abgesehen.
 
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Wertungen: klx
Ich finde leider das Foto nicht mehr von meinem Kabelbaum wo ich damals auch rein zufällig eine Scheuerstelle gefunden habe als ich den Motorumbau von 654cc auf 690cc bei 20tkm gemacht habe.
Da waren auch schon mehrere Kabeln im Kabelstrang zum EFI Steuergerät blank gescheuert und es war 5 vor 12.

Hätte ich das damals nicht zufällig gesehen, dann hätte ich mit Sicherheit keine 50tkm mit dem originalen Kaubelbaum geschafft.

Wie gesagt leider finde ich das Foto nicht mehr, aber es war genau jene Stelle die ich jetzt im diesem Kabelbaum auch mit Gummi Einlagen zusätzlich nochmal verstärkt habe.
 
Meine Erfahrung ist, dass die Kabel bei neueren Kabelbäumen teilweise in einem schlechteren Zustand sind, als bei alten Maschinen. Aber diese Erfahrung macht man ja auch allgemein bei Kunststoffen, gerne auch bei Oberflächengummierungen.

Einfluss habe dann immer auch noch die äußeren Bedingungen, Wärme, Einfluss von Dämpfen und Gasen usw.. Natürlich wird da auch der Kleber eine Rolle spielen, bzw. seine Inhaltsstoffe. Schlechte Klebebänder, die zudem nicht für den Einsatzweck hergestellt wurden, beispielsweise normales Elektrikertape, zeichnet sich ja auch dadurch aus, dass der Kleber entweder seiner Aufgabe nicht mehr gerecht wird, oder aber schmierig wird. Schlimm wird es meist dann, wenn Spezialisten mit irgendwelchen Pflegeprodukten großzügig umgehen.

Für den Gebrauch an Kraftfahrzeugen gibt es je nach Einsatzweck und -ort sehr spezielle Produkte, insbesondere in Hinsicht auf Temperaturen und Scheuerschutz. Leider wird darauf oft wenig bei Reparaturen usw. geachtet, zumal die Sachen mitunter etwas teurer sind als das Set vom Discounter oder aus dem Baumarkt.
 
Schwierig ist es halt für einen Laien festzustellen was taugt und was nicht.

Ich hab mal einem Vergleichstest verschiedener Gewebebänder auf Youtube gesehen und da hat z.B. das Tesa mit am besten abgeschnitten.
Deshalb hab ich dann das Tesa verwendet, aber ohne Vergleichstest kannst halt echt kaum sagen, was taugt mehr und was taugt weniger.
Grundsätzlich ist es aber natürlich so dass man nicht umbedingt die Pfennig Produkte verwenden sollte die beim Baumarkt im Regal vor der Kasse liegen.
 
Das sind keine Gewebebänder, sondern die normalen Elektrotapes (zumindest ein großer Teil). Für Kabelbäume sollte man etwas aus dieser Richtung benutzen: Kabelsatzwicklung und -schutz

Bei den einzelnen Produkten sind die technischen Daten hinterlegt, interessant sind beispielsweise die Temperaturbeständigkeit, bzw. die Abriebfestigkeit. Weiterhin hat man bei Firmen wie Tesa ja auch immer noch die Möglichkeit die Anwendungsberatung zu kontaktieren.
 
Das habe ich auf anderen Bildern schon gesehen und wohlwollend zur Kenntnis genommen ;) .

Hast Du die Deutschstecker auch verarbeitet? Für die gedrehten Kontakte kostet die entsprechende Zange ja 500.-€ aufwärts, das ist dann schon eine echte Hausnummer. Da muss man Glück haben und sie sich leihen können, leider kenne ich niemanden der so etwas hat.
 
Die haben ganz normale Anschlüsse, die crimpe ich mit meiner 0815 Zange

20231110_150941.jpg


Meinst du vielleicht solche Pins?

20231110_151055.jpg

Da hätten wir die passenden Zangen in der Firma, also auch das wäre kein Problem
 
Im übrigen hab ich auch noch ein paar perfekte Verhüteli für männliche SuperSeal Stecker in meinem Fundus gefunden

20231110_151928.jpg

Damit ist dann auch das Problem behoben womit ich die überschüssigen ACC2 Anschlüsse hinter der Lampenmaske sauber und wasserdicht verschließen kann solange diese nicht benötigt werden.
 
Ja, ich meine die Ausführung unten. Dazu gibt es einige Varianten von Crimpzangen aus Edelmetall: https://www.knipex.de/search?keys=deutsch+kontakte , zumindest vom Preis.

Für die SuperSeal-Stecker besorge Dir lieber die entsprechenden Kappen, bei Deinen Lümmeltüten wird die Rippendichtung leiden.

Übrigens kann ich nur von den Chinaklonen der SuperSeals abraten, wir haben da neulich mal Original und Fälschung verglichen. Ein Teil der Kopien war zwar ok (und nicht mehr!), aber es gab auch grottenschlechte Varianten mit schlechten Dichtungen und mangelhaften Verriegelungen. Wenn man schon eine hochwertige und möglichst geschützte Steckverbindung einsetzen will, dann muss die komplette Qualität von Material und Verarbeitung stimmen. So ist zumindest mein Anspruch.
 
Für die SuperSeal-Stecker besorge Dir lieber die entsprechenden Kappen, bei Deinen Lümmeltüten wird die Rippendichtung leiden.

Die nehme ich natürlich ab solange ich den Stecker sowieso nicht brauche. Erst wenn ein Gegenpart angeschlossen wird kommt dann auch die Rippendichtung wieder auf den Stecker drauf.

Ich mag meine Lümmeltüten :yes:
Die sind so schön soft und sind auch nicht so sperrig wie wasserdichte Kappen.
 
...aber es gab auch grottenschlechte Varianten mit schlechten Dichtungen und mangelhaften Verriegelungen.

Kann ich so bestätigen, ist mir auch schon aufgefallen.
Nicht so sehr wegen mangelhafter Verriegelung, aber die kleinen gelben Dichtungen welche den Kabeleingang hinten im Stecker vor Wassereeintritt schützen sollen, sind da teilweise echt schleißig ausgeführt.
Da merkst dann echt nen Unterschied zwischen Klon und original.
 
Ich finde leider das Foto nicht mehr von meinem Kabelbaum wo ich damals auch rein zufällig eine Scheuerstelle gefunden habe.

Wer suchet der findet:

20200419_223524.jpg

Am Foto sieht es sogar harmloser aus als es in Natura war.
Früher oder später wäre ich damit auf alle Fälle gestrandet wenn ich es nicht zufällig entdeckt hätte.
 
Da fragt man sich irgendwann, warum man solche Probleme überhaupt haben kann.
Weiß der Hersteller nicht, dass das Fahrzeug vibriert, oder basteln wir immer so lange dran rum, bis das in die Hose geht?
 
Das gemeine war, das war unter dem Tank hinter der Batterie.
Das hat man nur gesehen wenn man von unten am Rahmen hochgeschaut hat.
Hätte ich es nicht zufällig entdeckt, dann hätte ich es auch nicht gefunden selbst wenn ich dann ein Problem gehabt hätte.
Gefunden hätte ich es wahrscheinlich dann erst wenn ich den kompletten Kabelbaum ausgebaut hätte.
 

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