60000km mit der LC4 Adventure - wie geht's weiter?

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Hallo alle zusammen.
Tja, so schnell vergeht die Zeit. 60t km hat die gute, alte Adventure mittlerweile auf dem Buckel, wird nächstes Jahr 20 Jahre alt. Zeit also, ein kleines Resümee zu ziehen.
Ne ganze Menge hab ich mit dem Bike erlebt, kann einige Geschichten erzählen, positive wohlgemerkt. Denn im Stich hat mich die KTM nie gelassen. Egal ob die Feierabendrunde, der Ritt durchs Gelände oder die Urlaubstour- sie hat mich stets zuverlässig dahin gebracht wohin ich wollte.
Außer den normalen Verschleißteilen hab ich dabei nichts machen müssen. Wenn man mal von dem Unfall absieht den wir hatten. Das lag allerdings nicht am Motorrad und auch nicht am Fahrer sondern an dem Typen, der mich weggekickt hat. Shit happens, wie ,man so schön sagt. Die Aktion hat der @ eine neue Gabel und ein paar Kratzer eingebracht. Kratzer brachte es mir ebenfalls ein und die Erkenntnis das die @ ein sehr robustes Motorrad ist. Andere hätte es wahrscheinlich völlig zerlegt.
Ansonsten müsste ich, wie gesagt, nichts an dem Motorrad reparieren. Regelmäßige Wartung und das war's.Der Motor ist im Originalzustand und war noch nie offen.
Sorgfältig warm fahren, ordentliches Öl und ein bisschen Verstand beim Gas geben sind meiner Meinung nach ausschlaggebend für ein langes LC4 Leben. Neben der regelmäßigen Wartung versteht sich.
Das ich mir momentan doch Gedanken mache wie es weitergeht liegt an der prekären Ersatzteilsituation, die ja schon ausreichend diskutiert wurde.
Beim letzten Ölwechsel war kein Abrieb an der Magnetschraube und im Sieb. Das Ventilspiel verstellt sich nur minimal und der Motor klingt laut KTM Dealer kerngesund. Auf der letzten Tour über 3000km hab ich 300ml Öl nachgeschüttet.
So weit, so gut. Die Frage vor der ich jetzt stehe ist: Soll ich ne Menge Geld in die Hand nehmen und den Motor überholen lassen solange es noch Ersatzteile gibt oder mich doch nach was neuem umsehen?
Fürwahr keine leichte Entscheidung. Ich hänge doch sehr an der Adventure. Ihr materielle Wert ist wahrscheinlich gering, doch der ideelle Wert sehr hoch.
Außerdem fällt mir auf Anhieb kein Motorrad ein was der @ das Wasser reichen könnte.
Es mag bequemere geben, schnellere und stärkere. Aber die @ ist einfach ein ehrliches Motorrad ohne großen Schnickschnack und ohne große Elektronik und 20 Fahrmodi.
Ich kann sie eben einfach anklicken, zu jeder Tages- und Nachtzeit und sie bringt mich dorthin wo ich hin will. So einfach ist das.
Welche Erfahrungen habt ihr mit der LC4 gemacht und wie würdet ihr an meiner Stelle entscheiden?
Gruß Marcus
PS: natürlich werde ich ein paar Bilder einstellen wenn ich die Zeit dazu habe.
 
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Warum willst den Motor überholen lassen, wenn noch alles OK ist? Wegen dem Ölverbrauch?

Würde nichts machen und weiter fahren.
 
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Hallo,

ganz einfach was du machen kannst/sollst
Fahren und weiter pflegen, solange nichts ist, besteht kein Grund etwas zu machen.
Wenn dann der Tag gekommen ist, dann kannst du entscheiden was du machst

Gruss

Norbert
 

Fusselhirnchen

alter Sack
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Du willst bei 60k den Motor machen lassen, obwohl das Mopped super läuft? Nicht dein Ernst? :crazy:

Meine 02 hat 119k; meine 05 163k. Die Motoren sind immer noch nicht gespalten worden.

Achte auf die gängigen Fehler wie Kipphebelrollen und fahr, bis der Motor auseinanderfällt.
 
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Auf 3000km, 300ml Öl. Fährst du auch, oder schiebst du nur? :sarcastic:
Nein, bloß zulassen und weiter so pflegen und genießen:giggle:
 
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Schließe mich an. Weiterfahren. Der Pirat oder der Frauenschuh werden auch in zwei-drei-vielen Jahren noch Teile zum Revidieren haben, da würde ich mir keine Sorgen machen. Wird dann alles vielleicht ein wenig teurer, aber so ist das halt, wenn man einen "Oldie" bewegt. Noch dazu einen besonderen, keine allerwelts-GS.
 
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Weiterfahren. erster Motorschaden kam bei 85.000km. Aber der kündigt sich an. Ist nicht so dass du einfach ausrollst, sondern die späne am magneten nehmen irgendwann die form des bekannten Christbaums an
 
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Servus Marcus,

ich würde auch nix machen und einfach weiterfahren. Trotzdem würde ich prophylaktisch einfach mal die Kipphebelrollen besorgen und wenn sich das Ventilspiel plötzlich stark vergrößert diese einfach tauschen. Auch das Getriebeeingangslager würde ich durch das Rollenlager vom HiFlow-Motor ersetzen.

Grüße,
Peter
 
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Erstmal danke für eure Rückmeldungen.
Ich bin ja kein so begnadeter Schrauber wie so manche von euch. Aber ich weiß das es an dem Motor 3 "Schwachpunkte" gibt. Eben die Kipphebelrollen, die Steuerkettenspanner und das Getriebeeingangslager. Die ersten zwei Sachen wollte ich machen, ebenso die Kupplung, die ist auch reif für ne Überholung. Beim Getriebeeingangslager muss der Motor zerlegt werden. Und wenn man schon so weit ist dann gilt es zu überlegen ob man nicht gleich ne komplette Revision macht.
Auf der anderen Seite : Never touch a Running System.
Mir tät es schon leid den Motor zu zerlegen um festzustellen das es gar ned notwendig war. Nen Patzen Geld würde es extra noch kosten.
 
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Wenn du eh nach der Kupplung schaust kanst du auch nach dem Eingangslager schauen.
Teilen würde ich den jetzt nicht.
 
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Wie Ferdi schon schreibt. Wenn die Kupplung eh nicht mehr die Beste ist, bist ja schon am Getriebeeingangslager, also wechseln auf Rollenlager und fertig.

Fürs Getriebeeingangslager musst am Motor selber nix zerlegen, lies dich einfach mal ein....
 

Yachti

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Servus,

64.000 habe ich auf meinem originalen 2003er Motor auch drauf. Der wurde ohne Befund ins Regal gelegt, weil ich günstig an einen mit 12.000 km kam.
Dein Ölverbrauch ist ja sensationell. 100 ml / 1000 km. Hab ich bei einer 640er noch nie gehört.
Das können die 690er, wenn ein 3-teiliger Ölabstreifring montiert wird.

Auf keinen Fall teilen. Das Getriebeeingangslager kannst so auch tauschen (lassen).
Allerdings ist die Situation, dass du das nicht selbst machen kannst (willst) sicher nicht super.
Entweder findest du jemanden, dem du vertraust und der das für dich macht, oder du gehst in eine Werkstätte -> teuer und wer weiß.....

Solltest du die Kipphebelrollen noch nie angefasst haben ist hier schwer zu raten. Hatte meine bei 64.000 km getauscht, nötig wäre das nicht gewesen.
Schlimmstenfalls würd ich das halt machen und die Achsen ankörnen.

Ganz schwer, hier einen sinnvollen Rat zu geben.
 
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Dein Ölverbrauch ist ja sensationell. 100 ml / 1000 km. Hab ich bei einer 640er noch nie gehört.
Das können die 690er, wenn ein 3-teiliger Ölabstreifring montiert wird.
Ich habe auf 1000km einen Ölverbrauch von etwa 50-70ml, je nachdem und das bei 102er Bohrung.
Denke es liegt am Motul 15W60...
 
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Hab ich bisher nicht gewusst das man das Getriebeeingangslager tauschen kann ohne den Motor zu zerlegen. Danke für den Hinweis. Es wird auf alle Fälle Sinn machen sich mal einzulesen bzw. sich intensiver mit dem Thema zu befassen.
Das Geld wird gut angelegt sein auch auf die Gefahr hin das es doch nicht nötig war die Teile zu tauschen. Man kann dann wieder beruhigt fahren ohne ständig hinzuhorchen ob da ein neues klappern ist oder nicht:crazy:
 
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Ich habe auf 1000km einen Ölverbrauch von etwa 50-70ml, je nachdem und das bei 102er Bohrung.
Denke es liegt am Motul 15W60...
Ich fahre die ganzen Jahre immer das gleiche Öl. Ob es tatsächlich dran liegt ist schwer zu sagen. Der Pirat hat jedenfalls ein interessantes Video zum Thema LC4 gemacht. Der hat nen LC4 Motor zerlegt der 65t km drauf hätte. Und der ist immer mit den gleichen Flüssigkeiten , also Öl und Kühlmittel, gefahren. Und der war noch ziemlich gut in Schuss.
 

Yachti

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Hab ich bisher nicht gewusst das man das Getriebeeingangslager tauschen kann ohne den Motor zu zerlegen. Danke für den Hinweis. Es wird auf alle Fälle Sinn machen sich mal einzulesen bzw. sich intensiver mit dem Thema zu befassen.
Das Geld wird gut angelegt sein auch auf die Gefahr hin das es doch nicht nötig war die Teile zu tauschen. Man kann dann wieder beruhigt fahren ohne ständig hinzuhorchen ob da ein neues klappern ist oder nicht:crazy:
Glaube ich habe sogar den Abzieher dazu rumliegen. Mal gekauft und dann festgestellt, dass ich schon das Walzenlager drin habe.
 
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@Yachti
du sollst hier nicht im Forum rumtollen - geh gefälligst Moped fahren
 
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Ich fahre die ganzen Jahre immer das gleiche Öl. Ob es tatsächlich dran liegt ist schwer zu sagen. Der Pirat hat jedenfalls ein interessantes Video zum Thema LC4 gemacht. Der hat nen LC4 Motor zerlegt der 65t km drauf hätte. Und der ist immer mit den gleichen Flüssigkeiten , also Öl und Kühlmittel, gefahren. Und der war noch ziemlich gut in Schuss.
Ist ein übles werbevideo.
Der bongen ist halt von motul gesponsert.
Kann mit jedem anderen öl/kuhlwasser auch so gemacht werden
 
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Ist ein übles werbevideo.
Der bongen ist halt von motul gesponsert.
Kann mit jedem anderen öl/kuhlwasser auch so gemacht werden
Ich häng mich mal dran - ich erachte ein gescheites Intervall auch als wichtiger, denn das teuerste Öl zu fahren bei voller Intervall-Länge.
 
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