690 & 701 Öl 10W50 oder 15W60

P.S.:

den Ölverbrauch werde ich natürlich auch im Auge behalten. Ich werde nichts nachfüllen ohne es hier zu dokumentieren.

Stand jetzt:
20230324_154208.jpg

Mit dem Motul 15W-60 300V hatte ich null Ölverbrauch... wirklich 0.
Mal schauen ob das Motorex 20W-60 da mithalten kann.
 
Da bin ich auch wirklich sehr gespannt. Wie bist du eigentlich auf Motorex gekommen? Klar, haben die vom Werk eingefüllt und wird auch von KTM empfohlen aber ist ja trotzdem eher selten das jemand Motorex fährt. Zumindest hört und ließt man es sehr selten.
 
Bis vor einem Jahr kannte ich das Öl selbst nicht.
Letztes Jahr hat mich ein Kollege darauf aufmerksam gemacht und mich gefragt ob ich es nicht nach dem Motul 300V testen möchte.
Er selbst fährt das Öl auch auf Reisen in seiner 690 Rallye wo dieses Öl auch explizit von KTM freigegeben/empfohlen wird.

Soweit ich das sehe scheint das Motorex 20W-60 im Unterschied zum Motul 15W-60 300V auch wirklich zu 100% vollsynsthetisch zu sein.
 
Bei meiner 790@R war irgendeine rote Suppe drin. Sicherlich kein schlechtes Öl ……..
Von der Werkstatt des Vorbesitzers beim KD eingefüllt.

Der Quickshifter war nicht zu gebrauchen - war mein erster, deswegen dachte ich das muss so.

Fahre generell, seit der 690er MOTOREX und habe das beim Ölwechsel eingefüllt. Seitdem funktionierte der QS
wie geschmiert :) Hätte nicht gedacht, dass der Unterschied so krass ausfallen kann.

Grüße Badmick
 
Ölthread o_O
Fahre Motorex 15 W60 schon immer in meinen 450, 640.
Junior fährt 15 W50 in der 950 Supermoto.

Nie ein Problem mit der Schmierung gehabt ;):ROFLMAO:

Wie man auf Motorex kommt? Empfiehlt der Hersteller. Klebt auch neben der Öleinfüllschraube.
 
Ich persönlich stehe Motorex ehrlich gesagt eher skeptisch gegenüber und ich teste das 20W-60 auch nur aus zwei einfachen Gründen:
zum einen weil mich der Kollege mehr oder weniger darum gebeten hat ob ich es nicht mal testen könnte, und zum anderen weil das 20W-60, so wie ich das verstehe, das "Premiumöl" von Motorex darstellt (so wie es bei Motul das 300V ist).

Das Standard 10W-60 Cross Power 4T hätte ich mir ehrlich gesagt nicht eingefüllt.
Das mag mehr Vorurteil sein als auf belegten Tasachen zu beruhen, aber ich hab ehrlich gesagt einfach noch nicht allzuviel Gutes darüber gehört/gelesen.

Nebenbei ist mir auch mal ein (Werbe)Interview untergekommen, wo ich mir dann schon die Frage gestellt habe ob der Kollege von Motorex eigentlich Ahnung von dem hat, wovon er spricht...
Wer findet den Fehler:


Aber sei's drum.
Kurz gesagt ich bin nicht unbedingt ein Fan von Motorex, aber das Premiumöl in ihrer Produktpalette interessiert mich natürlich schon.

Hier übrigens mal das Datenblatt zum Motorex 20W-60:

Screenshot_20230210_133222_Gallery.jpg
 
kippe doch nichts in den Motor was Motor Ex heisst :ROFLMAO:

Mal spass beiseite, ich wunder mich immer mehr was für ein geschi... um das oel und den oelwechsel gemacht wird.
Früher haben wir einfach Shell Advanced reingekippt, das hat KTM empfohlen und dann entsprechend der Intervalle das Oel gewechselt.
Bei Rennmotoren etwas eher auf der Strasse auch mal etwas später.

Die Motoren haben genaus lange gehalten oder nicht wie heute.

Wenn ich u.a. lese, das bei einer neuen 690er nach 100km das erstemal das Oel gewechselt wurde und dann nach 1000km nochmal gemmacht wir, dann frage ich mich echt nach der Sinnhaftigkeit.

Messwerte haben ist gut und schön, aber wenn man zuviele hat, dann kann man sich damit auch in den Wahnsinn treiben.

Ich selber bin vor vielen jahren auf Motul 7100 umgestiegen, der einzige Grund dafür ist, das ich es leicht beschaffen kann und auch dort wo ich es kaufe gut entsorgen kann.
Wenn ich unterwegs bin, gerade mit der Duke 2, und mir geht das oel aus, dann wird nur auf die Viskosität geachtet und das zubekommende reingeschüttet.

Gruss

Norbert
 
Grundsätzlich bin ich da ähnlicher Meinung, wobei man das m.E.n aber dann doch auch etwas differenzierter betrachten muss.

Ich bin der Meinung dass oftmals ein Hype um ein bestimmtes Öl gemacht wird, ohne dass es dafür fundierte "Belege" gibt.
Ich will da jetzt nicht sagen welches Öl ich meine, aber ich glaube man kann sich denken von welchem Öl ich spreche.

M.E.n ist es jedoch nicht so entscheidend welches Öl man verwendet als vielmehr dass man es regelmäßig wechselt.

Ein schlechtes Öl wird es heutzutage nicht mehr geben und grundsätzlich wird kein Öl (das die Spezifikationen des Herstellers erfüllt) meinem Motor schaden, nur wie häufig man das Öl wechselt spielt m.E.n dann sehr wohl eine Rolle.

Man kann auch nicht sagen früher haben wir es so oder so gemacht.
Du kannst einen Motor von heute, mit dessen Toleranzen in der Fertigung und Anforderungen im Alltag nicht mit einem Motor von vor 20 Jahren vergleichen.
Und genauso wie sich die Motoren weiterentwickelt haben sind auch die Anforderungen an das Öl gestiegen.

Es ist ein Unterschied ob ich einen Motor von damals mit 50PS und 6000U/min betrieben habe, oder heute die neuste Generation des LC4 bereits ab Werk 75PS liefert und knapp an die 9000U/min dreht.

Und dennoch sind Laufleistungen von >50tkm heutzutage absolut keine Seltenheit mehr, wohingegen das damals fast noch undenkbar war.
 
Zuletzt bearbeitet:
Man kann auch nicht sagen früher haben wir es so oder so gemacht.
Du kannst einen Motor von heute, mit dessen Toleranzen und Anforderungen nicht mit einem Motor von vor 20 Jahren vergleichen.
Und genauso wie sich die Motoren weiterentwickelt haben sind auch die Anforderungen an das Öl gestiegen.

Es ist ein Unterschied ob ich einen Motor von damals mit 50PS und 6000U/min betrieben habe, aber heute die neuste Generation des LC4 bereits ab Werk 75PS liefert und knapp an die 9000U/min dreht.

Bei den Toleranzen gebe ich dir bedingt recht.
Aber... schau dir mal an was eine 660er (70PS oder 72PS erlaubt am Hinterrrad in der Battle), ich selber habe 2001 schon 666ccm gefahren mit 68PS am Hinterrad, für Leistung/Drehmoment/Drehzhal produziert haben, egal ob mit oder ohne Tuning, also ganz pauschal kann man es auch nicht sagen.

Das schlechteste Oel von heute ist wahrscheinlich besser als das beste von damals.

Meinen letzten Serienmässigen Motor habe ich 2003 gefahren, seit dem fahre ich nur noch gemacht Motoren, mal mehr mal weniger Leistung.


Gruss

Norbert
 
Absolut richtig, nur war es hier dann eben sehr wohl auch zwingend nötig dass man ein hochwertiges Öl verwendet hat und dieses dann auch mehr als regelmäßig gewechselt hat.
Richtig?
 
Zum Glück ist mein Motor schon über 20 Jahre alt. Somit bin ich da auf der sicheren Seite :sarcastic:
 
Aber du hast auch eine 690iger, die ist noch keine 20 Jahre alt :haha:

Ne ohne Schei***, ich will hier nicht den Eindruck erwecken als würde mich das Thema Öl besonders tangieren.
Mir ist es relativ pip egal welches Öl ich fahre.
Ich bin da weder auf irgendeine Marke, noch auf irgendein spezielles Öl fixiert.

Aber einfüllen muss ich ja sowieso irgendeines und warum dann nicht gleich die Gelegenheit nutzen um verschiedene Öle miteinander zu vergleichen?
Ist ja jetzt kein besonderer Aufwand den ich hier betreibe.
Vielleicht werd ich nach dem Motorex dann mal ein Liqui Moly oder ein Castrol testen, ich weiß es noch nicht.

Oder vielleicht überzeugt mich das Motorex auch und ich bleib dabei, wer weiß das schon...
Ich steh der Geschichte relativ entspannt, offen und flexibel gegenüber.
 
Hab heute mal aus Langeweile und weil ich noch einen kleinen Schluck frisches Motul 300V herumstehen hatte, mal einen Vergleichstest 15W-60 300V vs. 20W-60 Motorex gemacht.

Ich hab 2 Silikonschläuche (ID 3,5mm) auf exakt dieselbe Länge von 41cm abgeschnitten und die Schläuche einmal mit Motul 300V und einmal mit Motorex 20W-60 befüllt.

Damit es exakt dieselben Bedingungen sind und nicht ein Schlauch ggf. steiler steht als der andere hab ich sie "eingespannt":

20230401_132802.jpg

Dann hab ich an beiden Schläuchen gleichzeitig oben die Spritzen abgezogen damit das Öl aus den Schläuchen abfließen kann.
Das Ganze fand bei 23° Celsius statt, also in etwa die Temperatur bei der man üblicherweise im Sommer auch den Kaltstart macht.

Ergebnis war, das 300V hatte minimal die Nase vorne, was ich aber nicht als markanten Unterschied bezeichnen würde sondern als Messtoleranz sehen würde:

VideoCapture_20230401-134158.jpg

Dann hab ich jeweils 2 Tropfen auf einen Spiegel gegeben und auch hier gab es beim Fließverhalten keinen markanten Unterschied.

Einzig was aufgefallen ist war, dass das 300V dann plötzlich angefangen hat an Stellen "aufzubrechen" die aber zuvor schon mit dem Öl bedeckt waren:

20230401_133252.jpg

Ob man daraus irgendetwas ableiten kann, weiß ich nicht :unsure:

Für mich persönlich würde ich bei diesem, zugegebenermaßen sehr laienhaften Test, den beiden Ölen ein Unentschieden bei Raumtemperatur attestieren.
Man muss aber dazu sagen dass das 300V schon über ein Jahr offen herumsteht. Ob das einen nennenswerten Einfluss hatte weiß ich nicht.
 
Nachdem ich heute die ersten 1000 Kilometer mit dem Motorex 20W-60 voll gemacht habe, möchte ich hier mal einen kurzen Zwischenbericht abgeben.

Eigentlich gibt es gar nichts zu sagen, außer dass das Öl unauffällig seinen Dienst verrichtet.
Ich hab weder Kupplungsrutschen, noch eine hackelige Schaltung, noch Steuerkettenrasseln (egal ob warm oder kalt).

Der Öldruck im Leerlauf bei 85° Öltemperatur liegt nach 1000km bei 1,3bar.
Das ist um 0,1...0,15 bar weniger als er es bei komplett frischem Öl war.
Das ist gar nicht schlecht und lässt momentan auf eine lange "Lebensdauer" des Öls schließen, da man sagt dass Öle in den ersten 1000-1500km am schnellsten/meisten an Viskosität verliert.

Das Motul 300V 15W-60 hatte letzte Saison nach 1000km bereits deutlich mehr nachgelassen:
Screenshot_20230501_195035_Firefox.jpg


Der Ölverbrauch liegt wie mit dem Motul 300V 15W-60 bisher auch bei Null:

20230501_181617.jpg

Sonst gibt es derweilen nichts zu berichten.
Das nächste Update gibt es dann bei 2000km Laufleistung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hier übrigens mal der Vergleich des Öldrucks vom Motorex 20W-60 bei Betriebstemperatur (80° Celsius) zu Beginn der Saison als das Öl komplett frisch war und gestern (@ 85° Celsius Öltemperatur) als ich dann bereits etwas über 1000km damit abgespult hatte:

Vergleich Öldruck Motorex 20W-60  0km+1000km.jpg

Das Öl hat also lediglich um 0,1bar an Öldruck verloren.
Das sind gerade einmal 7% Öldruck bzw. Viskositäts-Verlust.

Wenn man das mit dem Motul 15W-60 300V vergleicht, das letzte Saison nach 1000km bereits von 1,4bar auf 1,1bar abgebaut hatte, und somit ~20% 'Verlust' auf den ersten 1000km hatte, dann lässt sich hier eventuell bereits der Unterschied zwischen vollsynthetischem und teilsynthetischem Öl erahnen.

Natürlich ist das alles keine exakte Wissenschaft was ich hier mache, aber der enorme Unterschied zwischen 0,1bar und 0,3bar Öldruckverlust nach 1000km lässt sich halt auch nicht wegdiskutieren.
 
Hab heute die 1500km (1480km um genau zu sein) mit dem Motorex 20W-60 erreicht und kann nichts neues berichten.

Der Öldruck hat sich in den letzten 500km nicht wirklich verändert und Ölverbrauch kann ich wie gehabt auch noch keinen feststellen

Vergleich Öldruck Motorex 20W-60  1000km+1500km.jpg


20230519_164643.jpg

Da es die nächsten beide Tage über 20° Celsius meldet werd ich am Sonntag dann ggf. auch bereits das 2000km Fazit ziehen können.
 

Neueste Themen

Zurück
Oben