Hab heute mal aus Langeweile und weil ich noch einen kleinen Schluck frisches Motul 300V herumstehen hatte, mal einen Vergleichstest 15W-60 300V vs. 20W-60 Motorex gemacht.
Ich hab 2 Silikonschläuche (ID 3,5mm) auf exakt dieselbe Länge von 41cm abgeschnitten und die Schläuche einmal mit Motul 300V und einmal mit Motorex 20W-60 befüllt.
Damit es exakt dieselben Bedingungen sind und nicht ein Schlauch ggf. steiler steht als der andere hab ich sie "eingespannt":
Dann hab ich an beiden Schläuchen gleichzeitig oben die Spritzen abgezogen damit das Öl aus den Schläuchen abfließen kann.
Das Ganze fand bei 23° Celsius statt, also in etwa die Temperatur bei der man üblicherweise im Sommer auch den Kaltstart macht.
Ergebnis war, das 300V hatte minimal die Nase vorne, was ich aber nicht als markanten Unterschied bezeichnen würde sondern als Messtoleranz sehen würde:
Dann hab ich jeweils 2 Tropfen auf einen Spiegel gegeben und auch hier gab es beim Fließverhalten keinen markanten Unterschied.
Einzig was aufgefallen ist war, dass das 300V dann plötzlich angefangen hat an Stellen "aufzubrechen" die aber zuvor schon mit dem Öl bedeckt waren:
Ob man daraus irgendetwas ableiten kann, weiß ich nicht
Für mich persönlich würde ich bei diesem, zugegebenermaßen sehr laienhaften Test, den beiden Ölen ein Unentschieden bei Raumtemperatur attestieren.
Man muss aber dazu sagen dass das 300V schon über ein Jahr offen herumsteht. Ob das einen nennenswerten Einfluss hatte weiß ich nicht.