Kabelbaum Optimierung

Die Masse ist in Serie geschalten also auf gut deutsch die Antaktung.
Das Massekabel über welches die Einspritzdüse angetaktet wird geht zuerst in den PC5, der wertet die Antaktung aus und schickt dann sein eigenes (Masse)Signal wieder zurück zur Einspritzdüse.
Die Versorgungsspannung des PC5 ist aber nicht in Serie zur Einspritzdüse, sondern parallel.
Also an der Einspritzdüse liegen auch weiterhin immer die +12V an und parallel dazu zapft der PC5 seine eigene Versorgungsspannung aus dieser 0,5mm² Leitung ab.
 
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Hab jetzt extra den OEM PC5 Kabelbaum aufgeschnitten um dir das zu zeigen.
Die rote Leitung ist die Leitung anhand derer der PC5 die orange OEM +12V Versorgungsspannung der Einspritzdüse parallel anzapft.
Du siehst, die geht nicht aus dem Stecker zum PC5 und dann zurück zur Einspritzdüse (was in Serie wäre) sondern die ist nur gesplittet.
Eine Leitung geht zum PC5 und versorgt diesen mit +12V und zeitgleich geht sie aber auch gleich wieder zurück zur Einspritzdüse (also parallel)

20240125_233843.jpg

Die beiden Leitungen mit dem blauen Pfeil sind die (Masse) Antaktungs-Leitungen.
Die Antaktung geht dabei vom OEM Stecker der Einspritzdüse zuerst PC5 und wird erst von diesem dann wieder zurück zur Einspritzdüse geschickt.
 
Bist da sicher?
Hätte gemeint, die 2 roten sind ein gemeinsames Potential und die Düse bekommt Impulse über braun/weiß. Der PCV liest die originalen über braun (?).

Das mit der Versorgungsspannung, von der du schreibst, verstehe ich nicht.
Die Versorgung des PCV kommt über ganz andere Drähte.
Das am Bild sind alles Signalanschlüsse. Ein/Ausgänge.
 
Bist da sicher?
Hätte gemeint, die 2 roten sind ein gemeinsames Potential und die Düse bekommt Impulse über braun/weiß. Der PCV liest die originalen über braun (?).

Das mit der Versorgungsspannung, von der du schreibst, verstehe ich nicht.
Die Versorgung des PCV kommt über ganz andere Drähte.
Das am Bild sind alles Signalanschlüsse. Ein/Ausgänge.

Ne, da liegts du leider komplett falsch.

Der PC5 bekommt seine Versorgungsspannung über die +12V Leitung der Einspritzdüse, welche ja permanent mit +12V versorgt wird sobald die Zündung eingeschalten ist. Dadurch hat der PC5 auch permant +12V, was er ja auch benötigt.

Angetaktet wird die Einspritzdüse anhand der Masseleitung über die ECU.
Dieses (Masse)Antaktung greift der PC5 ab, wertet sie aus und gibt sie erst danach an die Einspritzdüse weiter.
Für Masse hat der PC5 ein eigenes Kabel, aber die Versorgungsspannung bekommt er eben über die Einspritzdüse.

Screenshot_20231107_122453_willhaben.jpg

20240126_000256.jpg

Wenn ich solche Dinge nicht sehr genau wüsste, dann könnte ich auch nur schwer eine Kabelbaum Optimierung machen.
Also ja, ich bin mir sicher.
 
Und genau hier liegt eben die Krux.
Das OEM +12V (0,5mm²) Kabel war bei mir angeschmorrt.
Nur läuft da eben nicht nur der Strom für die Einspritzdüse drüber, sondern auch der Strom den der PC5 benötigt

20240126_000256.jpg

Wie gesagt, ich denke nicht dass der PC5 soviel Strom von der Leitung der Einspritzdüse zieht, dass das der Auslöser für das Verschmorren meines Kabels war, aber es wäre zumindest eine Möglichkeit (wenn auch eher unwahrscheinlich).

Übrigens, nicht nur der PC5 wird über die +12V der Einspritzdüse mit Strom versorgt, sondern zum Beispiel auch das Kastl (Einspritzer Fahrer kennen es).
Also das ist durchaus auch nichts Unübliches dass die Versorgungsspannung der Einspritzdüse dann auch gleich als Versorgungsspannung für "Aftermarket Steuergeräte" herangezogen wird.

Mir war es aber lieber dass der PC5 seine eigene Versorgungsspannung hat, deshalb hab ich dafür dann eine separate Leitung in meinem AT-Kabelbaum für den PC5 eingezogen.
 
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Genau sowas ist der Grund, dass ich nun wieder mit Vergaser fahre.
Mein PCV liegt brav in einer Schachtel - gut beschriftet.
Wird auch sicher nie mehr in eines meiner Motorräder Einzug finden.
Der Lambda Sonden Eliminator fehlt leider. Da war ich beim rausziehen zu motiviert.

Alles eine Sache meiner Erben - irgendwann ;-)
 
Einen Lambda Eli kannst du dir problemlos selber machen.
Einen 325kOhm Widerstand fügst du zum Brücken der Versorgungsspannung (orange) mit der Signalleitung (blau) ein, und einen 1MegaOhm Widerstand zwischen die beiden Leitungen der Heizung (grün/rot und schwarz)
Anmerkung: Die schwarze Leitung ist in meinem Kabelbaum braun. Warum weiß ich nicht.

Screenshot_20240126_010550_Adobe Acrobat.jpg

Ich hab die Lambdasonde zwar in der ECU sowieso deaktiviert, aber zur Sicherheit hab ich trotzdem immer auch einen Eli am Stecker verbaut (den ich mir auch selbst gemacht habe)

20240126_010329.jpg
 
Mein PC5 hat übrigens mehr Stecker wie deiner.
IMG_2658.jpeg
 
Ja ich weiß, weil deine Enduro bereits Drive by Wire hat (was meine Duke nicht hat).
Bei dir kann der PC5 auch auf die Zündung zugreifen, was er bei mir (leider) noch nicht kann.
Ich schreib bzw. ändere mein Einspritz- und Zündkennfelder zwar sowieso immer mittels TuneEcu in der original ECU, aber speziell wenn man ggf. nur mal kurz etwas im Bereich der Zündung testen möchte, wäre es schon vorteilhafter bzw. einfacher wenn ich das auch über den PC5 machen könnte.
Aber auch wenn dein PC5 etwas anders ist als meiner, so bezieht er seine Versorgungsspannung trotzdem auch über den Anschluss an der Einspritzdüse.


P.S.:
Auch wenn das jetzt schon sehr weit Off Topic geht, aber ich weiß z.B. dass meine ECU einen Flash-Counter integriert hat und ich hab schon von Fällen gehört bei denen sich die ECU irgendwann einfach gesperrt hat nachdem sie zu oft neu geflasht wurde

Screenshot_20190625-203155_TuneECU.jpg

Wo diese max. Grenze an Neuprogrammierungen liegt weiß ich nicht, aber ich schätze mal dass ich meine ECU über die letzten 2-3 Jahre insgesamt sicher schon an die 50x neu geflasht bzw. umprogrammiert habe, und daher warte ich eigentlich nur mehr auf den Tag bis da irgendwann dann auch bei mir mal Feierabend ist :LOL:

Zum Glück gibt es diese Semi-Drive by Wire ECUs die bei meinem Moped verbaut sind aber immer wieder relativ günstig gebraucht zu kaufen, deshalb mach ich mir da jetzt auch nicht so den Kopf darüber.
 
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Heute hab ich übrigens mal ein Stück meines 18AWG Silikon Kabels, welches ich bei der Einspritzdüse als Ersatz für die angeschmorrte Leitung verwendet habe, in frischem Sprit versenkt.
Bin gespannt ob das Kabel Schaden nimmt oder sich gar komplett auflöst wenn es ein paar Tage direkt in Benzin getränkt ist

20240126_151826.jpg

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Hab soeben den nächsten kleinen Defekt am Kabelbaum gefunden:

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Da ich so einen Pin nicht auf Halde habe um das zu kürzen und neu zu vercrimpen, hab ich eine Lage wasserdichtes, selbstverschweißendes Isolierband drüber gemacht und dann noch zusätzlich mit einem Schlumpfschlauch fixiert

20240126_220910.jpg

War zwar jetzt kein tragischer Defekt, aber dennoch ist das der Stecker für den Thermoschalter Kühlerlüfter, und wenn irgendwann das Moped heiß kocht weil der Lüfter nicht mehr anläuft, dann sucht man sich wahrscheinlich einen Wolf ab bis man den Fehler findet.

Insofern finde ich lohnt sich das schon, auch wenn es eine ziemlich klebrige Angelegenheit ist, bei sämtlichen Kabeln und Leitungen die alte Isolierung zu entfernen und wirklich jede einzelne Leitung und jeden Stecker einfach mal optisch zu kontrollieren.

Witzigerweise liest man zwar immer wieder mal dass Leute pro Forma ihren Motor nach 30-50tkm revidieren lassen um auf Nummer sicher zu gehen, aber dass mal jemand pro Foma seinen Kabelbaum rundumsaniert davon hab ich ehrlich gesagt noch nie etwas gehört/gelesen.
Dabei ist das eigentlich wirklich eine coole und entspannte Arbeit wie ich finde :yes:
Und wenn man auch künftig pannenfrei unterwegs sein will, dann kann es sicher auch nicht schaden so etwas einfach mal zu machen.

Und damit ist jetzt auch diese Leitung wieder schick:

20240126_223344.jpg
 
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Hahaha, ich fühle mich jetzt betroffen.
Ich hatte 2019 an der 690 vergessen, den Lüfter anzustecken - genau derselbe Effekt.
Rote Lampe, im Gelände stehen bleiben müssen, abendliches basteln in Makarska.

Ja, und mein Kabelbaum, an der 690er war schon bei 10k km hin.

Ich bin allerdings nicht geduldig genug, diese Arbeiten, die du da machst, auch selbst durchzuführen.
Ich könnte dir aber meine KTM, eine nach der anderen, gerne anliefern.

So ein Winter ist lang ;)
 
Also ich sags dir ganz ehrlich, ich hätte da kein Problem damit.
Mir macht diese Arbeit echt Spaß weil ich dabei so richtig konzentriert und gleichzeitig aber auch tiefenentspannt vor mich dahinwerkeln kann.

Bei deinem Spender Kabelbaum waren die Litzen dieser Leitungen am Thermoschalter übrigens komplett voll mit Grünspan, bis weit hinein in die Isolierung der Kabel.
Das hat auf mich irgendwie den Eindruck erweckt als wäre hier der Thermoschalter bei dir undicht gewesen und Kühlflüssigkeit wäre durch die Kapillarwirkung bis tief in die Kabeln reingezogen.
Wie Oxidation/Grünspan von normaler Feuchtigkeit hat das für mich zumindest nicht ausgesehen.

Solche Undichkeiten an Schaltern oder Sensoren sind auch keine Seltenheit, aber oftmals betrifft dies eher Kurbelwellensensoren, Öldruckschalter etc., wodurch dann Motoröl durch die Kapillarwirkung sogar bis rein ins Motorsteuergerät gezogen werden kann.
Leute die z.B. den YouTube Kanal von Motoren Zimmer verfolgen, werden wissen wovon ich spreche.
Da gibt es dann eigene Ölstoppkabel, die verhindern das bei einem undichte Schalter Öl innerhalb der Kabeln bis rein ins Motorsteuergerät gezogen werden kann, was ansonsten einen Totalausfall der ECU zur Folge haben kann.
 
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Wie gesagt, der war original KTM 690 Enduro R mit Quest Umbauten, die du als gut gemacht bezeichnet hast.
Und, wenn ich das richtig im Kopf habe, war der ca. 10.000 km alt.
Passt irgendwie in meine 690er Geschichte mit rein.
 
Die Lötstellen an der Kabelbaumverlängerung des Tachos waren auch echt gut gemacht.
Da hatte auch nicht mal ich etwas daran anzusetzen dass hier gelötet wurde, zum einen weil es wie gesagt wirklich gut gemacht war, und zum anderen weil in diesem verhältnismäßig dickem Kabelstrang auch keinerlei Bewegung oder Vibration zu erwarten ist.
Also das hat schon einwandfrei so gepasst.

Wenn wirklich der Kühlerlüfter-Schalter bei dir ggf. einen Microriss hatte, wodurch diese ziemlich aggressive Korrosion an den Litzen der Kabeln enstanden ist, dann kann da auch der Kabelbaum grundsätzlich nichts dafür.
Das ist dann einfach nur Pech, was wiederum in deine 690 Geschichte mit rein passen würde.

So eine Kapillarwirkung durch Öl oder Wasser innerhalb von Kabeln verhindert man im übrigen dadurch dass man einfach ca. 1cm der Leitung irgendwo hinter dem Stecker abisoliert und dort die Litzen mit Lötzinn verlötet.
An der Lötstelle wird die Kapillarwirkung gestoppt und dadurch wird verhindert dass das Öl oder Wasser dann weiter innerhalb des Kabels vordringen kann.
Natürlich muss man diese Stelle danach auch wieder ordentlich mit Schrumpfschlauch oder ähnlichem isolieren/versiegeln, aber so einfach funktioniert das im Prinzip.

Für den Ausfall deines Kabelbaums war diese Korrosion am Kühlerlüfter-Schalter jedoch sicher nicht relevant Helmuth, da der Thermoschalter einfach nur ab ~100° Celsius (je nach Ausführung) die Masse des Lüfters durchschaltet wenn der Thermoschalter "auslöst".
Also im schlimmsten Fall wäre irgendwann dein Lüfter nicht mehr angesprungen oder es wäre die Kühlerlüfter-Sicherung geflogen wenn der Übergangswiderstand in den Leitungen irgendwann zu groß geworden wäre, aber auf andere Eletronik am Moped hätte das keine Auswirkung gehabt.
 
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Vorneweg: ich will hier sicher nicht gegen KTM bashen und mein Moped hat mit diesem Kabelbaum bisher auch ohne Probleme 50tkm abgespult, aber manche Dinge verstehe ich einfach nicht.

Folgende Sachlage:

20240127_180018.jpg

KTM geht beim Arbeitsstromkreis mit einem 1mm² Kabel (rot/weiß) ins Lichtrelais rein und splittet den Ausgang dann aber auf 4x 1mm² (grüne Leitungen) :rolleyes:

20240127_175935.jpg

Hab ich irgendetwas verpasst oder liegt vor dem Relais nicht derselbe Strom an wie nach dem Relais wenn es durchgeschalten hat?
Wie kann dann ein einzelens 1mm² Kabel denselben Strom aufnehmen wie die 4x 1mm² Abgänge?!?

Das einzelne 1mm² Kabel kommt direkt von der Batterie und ist am Starterrelais mit einer 30A Sicherung abgesichert.
Ich bin kein Experte, aber 30A sind laut Adam Riese ein wenig heftig für ein 1mm² Kabel.

An diesem Lichtrelais hängt nicht nur die gesamte Beleuchtung dran, sondern z.B. auch die Hupe, der Kühlerlüfter und der ACC2 Anschluss für Zubehör (z.B. Heizgriffe) welcher schon alleine mit bis zu 10A belastet werden kann.
Wenn da alles gleichzeitig aktiv ist (das Abblendlicht ist bei meinem Moped z.B. auch an wenn des Fernlicht eingeschalten ist) dann kommen da schon mal gut und gerne 20A zusammen die über dieses einzelne 1mm² Kabel in der Zuleitung des Lichtrelais fließen.
Also warum man hier nicht mindestens ein 1,5mm² Kabel bei der Zuleitung genommen hat, ist für mich absolut unverständlich.

Aber wichtig ist, dass sie am Steuerstromkreis des Relais ein 0,75mm² Kabel verwendet haben wo gerade einmal 0,15A Strom fließen

20240127_180330.jpg

Wie gesagt, das soll wirklich kein Bashing gegen KTM sein, aber ich verstehs einfach nicht was sie sich dabei gedacht haben...
 
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Aber mal was Positives.
Anschlüsse der Zündspule...
Einmal gereinigt und einmal noch mit dem Schmoder der letzten 50tkm drauf

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Mir ist es dabei auch nicht zu blöd auch mal den Pfeiferlreiniger rauszuholen um das alles wieder fresh zu bekommen

20240127_165817.jpg

Und so kann sich das dann wieder sehen lassen

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Hier noch ein schönes Beispiel womit ich hier aber auch immer wieder zu kämpfen habe

20240127_011202.jpg

Macht sich echt toll auf den Fingern und Leitungen...
...nicht
 
Schau mal @Yachti, mir ist gerade der Stecker des Kühlerlüfter Schalter aus deinem Spender Kabelbaum wieder untergekommen

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Eigentlich wollte ich die Leitungen die da dran waren in meinem AT-Kabelbaum weiterverwenden, aber wie man sehen kann war da alles bereits komplett korrodiert.
Von Kupferlitzen war da jedensfalls nicht mehr viel daran zu erkennen weshalb ich die Leitungen die da dran waren dann auch weggeschmissen habe.
 
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Unglaublich, was da verbaut war. Kein Wunder, dass der irgendwann nicht mehr funktionierte.
Sollte jemand eine 690 Enduro R 2014 haben -> Obacht geben.
 
Das perverse daran ist, dass selbst wenn man den Stecker auspinnen und die Kontakte kontrollieren würde, nicht auf die Idee kommen würde was da bereits innerhalb der Leitungen abgeht.
Die Kontakte sind astrein und auch die vercrimpten Litzen weisen keinerlei Korrosion auf

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