690 & 701 Öl 10W50 oder 15W60

An meiner 660er steht demnächst ein Ölwechsel an. Aktuell ist das Motul 300V 15W-60 drin. Das 300V hatte die letzten vier Ölwechsel drin mit jeweils ca. 1.500km. Als nächstes kommt das Motul 7100 10W-60 rein.

Nur falls Interesse besteht.
 
Also ich kann nur für mich sprechen, aber mich würd ein Vergleich definitiv interessieren :yes:

1500km sind dann zwar leider auch nur bedingt mit den 2500km vergleichbar, die ich jeweils auf die Ölproben draufgefahren habe, aber eine Tendenz sollte man dabei ja dann trotzdem schon erkennen können.

Warum steigst du jetzt vom 300V 15W-60 auf das 7100 10W-60 um wenn man fragen darf?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe auch nur 1,2l in meinem Motor. Daher auch der Intervall mit 1.500km.
Nur mal theoretisch: 2.500km : 1,7l * 1,2l = 1760km.
Ich glaube aber nicht, dass man das so sehen kann.
Warum ich wechlse? Das 300V war mir etwas zu teuer. Daher wollte ich das 7100V testen. Ich habe auch schon überlegt, das Elf Moto 10W-60 oder Elf Twin 20W-60 zu testen.
 
Hm ich fahre seit ein paar Jahren bei allen Mopeds und Autos billiges Mannol-Öl.
In den beiden LC4s 15W-50.

Wechsel auch so zwischen 1500-1700km. (Ebenfalls nur 1,3 Liter)
Hab mir nicht die kompletten 18 Seiten angeschaut, aber vielleicht postet ihr nochmal wo man so einen Öltest machen kann und ich schick im Winter auch Mal Öl ein.

Würde mich interessieren ob ein um das x fache teurere Öl wirklich auch um das x fache besser ist.
 
OELCHECK all-inclusive Analysenset 2 für die Analyse gebrauchter Motorenöle und KFZ-Schmierstoffe


P.S.: die 2 in der Beschreibung bedeutet übrigens nicht dass es für 2 Ölproben geeignet ist!
Es ist nur für eine Ölprobe geeignet.
Die 2 gibt nur an dass es sich um das schwarze Set handelt, das für Privatanwender vorgesehen ist.
 
Hm ich fahre seit ein paar Jahren bei allen Mopeds und Autos billiges Mannol-Öl.
In den beiden LC4s 15W-50.

Wechsel auch so zwischen 1500-1700km. (Ebenfalls nur 1,3 Liter)
Hab mir nicht die kompletten 18 Seiten angeschaut, aber vielleicht postet ihr nochmal wo man so einen Öltest machen kann und ich schick im Winter auch Mal Öl ein.

Würde mich interessieren ob ein um das x fache teurere Öl wirklich auch um das x fache besser ist.
Das wäre wirklich äußerst interessant.
 
Würde mich interessieren ob ein um das x fache teurere Öl wirklich auch um das x fache besser ist.

Glaub ich ehrlich gesagt nicht.
Wenn mich jetzt nicht alles täuscht, dann fuhr (oder fährt) @dualadventure aus dem Nachbarforum auch das günstige Mannol Öl in seiner 690 Enduro-R.
Er hat damit weit über 100.000km auf das Moped drauf gefahren, ohne jemals etwas am Motor gemacht zu haben.
Nur einmal war sein Nockenwellenlager defekt. Da hatte er aber auch schon über 100.000km auf der Uhr wenn ich mich Recht erinnere.

Und das Erstaunlichste daran ist:
Er hat sich seit jeher an die Vorgabe von KTM gehalten und nur alle ~10.000km das Öl gewechselt.
 
Keine Ahnung, ich weiß es nicht.
Ich kann es nicht einschätzen inwiefern sich die Drehzahl bei Enduro Betrieb von jener auf der Straße unterscheidet.
Den Drehzahlbegrenzer wird das Moped jetzt vielleicht nicht soo oft gesehen haben, aber auch im Gelände wird eine Drehzahl zwischen 4000-6000U/min. normal sein denke ich.
Und das ist auch der Bereich in dem man sich zu 90% auf der Straße aufhält wenn man nicht gerade mit dem Messer zwischen den Zähnen fährt.
 
Mir ist bei dem Vergleich der beiden Analysen gerade etwas aufgefallen.

Das Motorex 20W-60 hat laut Datenblatt einen Viskositätsindex von 176 und das LiquiMoly 175.
Also beide faktisch gleich kann man sagen.

Der Viskositätsindex gibt an, wie sehr sich die Viskosität in Abhängigkeit der Öltemperatur ändert.
Je höher der Viskositätsindex, desto geringer ist der Einfluss der Öltemperatur auf die Viskosität.

Nun war mir ja aber aufgefallen dass der Öldruck beim LiquiMoly für mein Empfinden viel stärker abhängig ist von der Öltemperatur, als dies beim Motorex der Fall war.

Das bedeutet, ich hatte den Eindruck dass der Öldruck zwischen 80°C und 90°C Öltemperatur beim LiquiMoly viel stärker abfällt, als er das beim Motorex getan hat.

Jetzt schau ich in die Analysen und sehe dass das Motorex einen Viskositätsindex von 178 hat (+2 gegenüber der Angabe am Datenblatt), das LiquiMoly aber nur einen Viskositätsindex von 160 hat (-15 gegenüber der Angabe am Datenblatt).

Also hat mich mein Gefühl in dieser Hinsicht dann doch nicht getäuscht.
Sprich, fährt man hohe Öltemperaturen am Moped, dann würde ich das LiquiMoly auch weiterhin nicht empfehlen.
Oder von einen anderen Seite betrachtet: das Motorex 20W-60 ist bei 40° Celsius Öltemperatur, also wenn das Moped noch nicht Betriebstemperatur erreicht hat, bereits fließfähiger (75,45mm²/s) als das LiquiMoly mit seinen 84,93mm²/s.

Das ist dann schon ein Unterschied, der m.E.n nicht so ganz unerheblich ist.
 
Wisst ihr was mir nämlich bei den letzten Ausfahrten zunehmend aufgefallen ist mit dem LiquiMoly?

Ich hab einen Öldruckschalter vor dem ersten Ölfilter sitzen und einen Öldruckmesser  nach dem zweiten Ölfilter.

Und mir ist aufgefallen, dass beim Kaltstart mit dem LiquiMoly die Zeitspanne, zwischen dem Erlöschen der Kontrollleuchte des ersten Öldruckschalters und dem Erlöschen der Kontrollleuchte nach dem zweiten Öldruckumformers, 1-2sec. länger dauert als dies beim Motorex der Fall war.
Das bedeutet, das LiquiMoly braucht beim Kaltstart 1-2sec länger um den kompletten Motor mit Öl zu fluten, als dies beim Motorex der Fall war.

Mag möglicherweise nicht großartig von Bedeutung sein, ist mir aber aufgefallen.
 
Damit man sich vorstellen kann was ich meine.
Hier im Video (damals noch mit dem Motul 300V 15W-60) sieht man wie die rote Kontrollleuchte im POD300 (=Öldruck nach dem 2ten Ölfilter) unmittelbar nach der Kontrollleuchte im Tacho (= Öldruck vor dem ersten Ölfilter) erlischt:


Also das dauert nicht mal eine Sekunde bis der Öldruck nach dem 2ten Ölfilter aufgebaut ist, nachdem der Öldruck vor dem ersten Ölfilter anliegt.

Jetzt mit dem LiquiMoly ist das anders. Da dauert es fast immer 1-2sec. bis die Kontrollleuchte im POD300 erlischt nachdem die Kontrollleuchte im Tacho bereits erloschen ist.
(beide Kontrollleuchten sind so eingestellt dass sie leuchten solange der Öldruck am jeweiligen Sensor unter 1bar Öldruck liegt).
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hab jetzt leider keine Fotos gemacht, aber ich hab noch ein altes Foto (von einem anderen Motor) damit man sich das vorstellen kann wie das aussieht:

Anhang anzeigen 103757

Naja, langer Rede kurzer Sinn:
während sich beim Motorex immer dieser "Sud" am Boden der Wanne abgesetzt hatte (was auch völlig normal ist), hatte ich gestern beim LiquiMoly überhaupt keinen Sud in der Wanne vom Ölwechsel vor 10 Tagen, als ich gestern das alte Öl dann in den Altölkanister umgefüllt habe.
Da blieb also gar nichts in der Wanne zurück.
Das hatte ich so bisher ehrlich gesagt noch nie und deshalb finde ich es auch durchaus erwähnenswert.

Heute habe ich ein Foto von der Wanne gemacht nachdem ich das LiquiMoly Altöl (jenes das ich analysieren hab lassen) in einen Kaninster umgefüllt habe.
Das Öl ruhte jetzt 12 Tage in der Wanne und dennoch blieb absolut kein 'Sud' zurück wie ich es bisher bei anderen Ölen immer hatte

20230917_163956.jpg

Also da hatte sich gar nichts in der Wanne abgesetzt, nicht mal ein bisschen was.
Wie schon mal erwähnt, so etwas kannte ich bisher von keinem anderen Öl.

Nachdem ich heute die letzte Ausfahrt für diese Saison gemacht habe, hab ich dann auch gleich das Öl abgelassen als ich nach Hause gekommen bin.

Der letzte Ölwechsel mit dem LiquiMoly ist zwar jetzt erst 1000km her, aber die Magneten können sich denke ich trotzdem auch sehen lassen

20230917_190007.jpg

20230917_190057.jpg


20230917_190016.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich finde es immer verblüffend wenn bei einigen das Öl selbst nach über 1000km noch immer annähernd die ursprüngliche Farbe hat.

Mein Öl ist nach 500km schwarz, ganz egal welches Öl ich verwende.

Nur darf man aber auch nicht dem Trugschluss erliegen zu denken, dass es ein gutes Zeichen sein muss wenn sich das Öl nicht schwarz färbt.
Eigentlich ist nämlich eher das Gegenteil der Fall.
Wenn das Öl schwarz wird ist es ein Zeichen dafür dass es seiner Aufgabe nachkommt und Schmutzpartikel, die bei der Verbrennung nun mal zwangsläufig enstehen, aufnimmt und bindet.
 
Das ist auch mein Wissensstand!
Ich finde es immer verblüffend wenn bei einigen das Öl selbst nach über 1000km noch immer annähernd die ursprüngliche Farbe hat.

Mein Öl ist nach 500km schwarz, ganz egal welches Öl ich verwende.

Nur darf man aber auch nicht dem Trugschluss erliegen zu denken, dass es ein gutes Zeichen sein muss wenn sich das Öl nicht schwarz färbt.
Eigentlich ist nämlich eher das Gegenteil der Fall.
Wenn das Öl schwarz wird ist es ein Zeichen dafür dass es seiner Aufgabe nachkommt und Schmutzpartikel, die bei der Verbrennung nun mal zwangsläufig enstehen, aufnimmt und bindet.
 
Ich hab heute mal meine beiden Ölfilter zerlegt die ich am Ende der Saison ausgebaut habe.
Ich hatte die Filter gewechselt als ich vom Motorex 20W-60 auf das LiquiMoly 10W-60 umgestiegen bin und hatte die Filter nun insgesamt 6000km verbaut.

Ich muss sagen, ich hab meine Ölfilter auch noch nie komplett zerlegt, deshalb fehlt mir hier jetzt auch ein direkter Vergleich, aber ich war doch überrascht darüber wie "viel" Glitzer sich darin befand.
Es hat mich vorallem deshalb überrascht, da ich im abgelassenen Öl überhaupt keine Glitzerpartikel feststellen konnte.

Die Filter hab ich zerlegt indem ich mit einer Kneifzange die Kappen rundherum abgehebelt habe.
Damit geht es ganz gut ohne das man das Filterpapier beschädigt

20231015_113412.jpg

20231015_113653.jpg

Hier die beiden zerlegten Filter, wobei das oben auf dem Foto der Grobfilter ist, welcher direkt nach der Ölpumpe sitzt und unten der Feinfilter, welcher dann zusätzlich nochmal vor dem Pleuellager sitzt

20231015_115121.jpg

Im Feinfilter waren nur 3-4 Krümmel zu finden, aber im Grobfilter war doch ein bisschen was drinnen

20231015_115139.jpg

Grobfilter
20231015_112930.jpg


Wie gesagt, ich denke zwar dass das absolut nicht viel ist, aber dennoch hat es mich überrascht dass es überhaupt so viel ist.

Ich fands einfach mal interessant das zu machen weil es mich einerseits natürlich interessiert hat, und andererseits man dann künftig, wenn man seine Filter wieder mal zerlegt, dann auch einen Vergleich hat ob es mehr oder weniger geworden ist.
 
Passt zwar nur bedingt hierher, aber weil mir das Video gerade auf Youtube vorgeschlagen wurde, möchte ich es trotzdem hier verlinken.
Und zwar wurde Takumi Kurosawa, einer von lediglich 5 Menschen weltweit, die für die Handfertigung des Nissan GT-R Motors zuständig war, gefragt wie oft man seiner Meinung nach das Öl wechseln sollte.

Seine Kernaussage ist, es ist nicht entscheidend welches Öl man verwendet, oder dass man ein teures Öl verwendet, sondern viel entscheidender ist dass man es so häufig wie irgendwie möglich wechselt.

Es ist weitaus besser ein günstiges Öl zu verwenden und es häufig zu wechseln (im Falle vom Nissan Skyline GT-R alle 3000 Meilen), als ein teures Öl zu verwenden und sich an die Wechselintervalle des Herstellers zu halten.
Beim Ölfilter genügt es seiner Aussage nach, ihn bei jedem zweiten Ölwechsel mit zu wechseln wenn man ein kurzes Öl-Wechselintervall hat.

Ich verlinke das Video deshalb hier, weil es 1:1 auch genau das widerspiegelt, was ich aus diesem ganzen Thread hier für mich persönlich mitgenommen/gelernt habe

 
Im Einhalten kurzer Wechselintervalle liegt wahrscheinlich eh das große Geheimnis einer vernünftigen Wartung. Der ganze Schwachsinn mit den LongLife-Ölen wäre bestimmt auch mal eine Untersuchung wert. Ich lasse beim Auto nicht (nach vom Auto vorgegebener Serviceanzeige) alle 30.000 km das Öl wechseln, sondern nach 15.000 km, was in der Regel im Jahresrythmus passiert. Trotzdem wird das mit den Herstellerangaben geforderter Spezifikation gemacht, allerdings liefere ich das Öl selbst an (was bei der Werkstatt kein Problem ist). Die Preise von teilweise über 30.-€ pro Liter bin ich nämlich nicht bereit zu zahlen, denn man bekommt ein Markenöl für ca. 7,00 € inklusive Versand. Zudem habe ich bei ca. 100.000 km das Öl im Schaltgetriebe wechseln lassen, was ja eigentlich nicht vorgesehen ist. Gefühlt hat es eine Verbesserung der Schaltbarkeit gebracht, bestimmt nicht geschadet und war von den Kosten überschaubar.
 

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